Der Deutsche Wetterdienst hat am 24. Januar 2026 eine Eis-Warnung für 25 Landkreise in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Hessen herausgegeben. Gefrierender Regen sorgt seit der Nacht für gefährliche Glatteisbildung – in mehreren Regionen gilt Unwetterwarnstufe Rot. Die Polizei spricht von einer „katastrophalen“ Lage auf den Straßen.
Eis-Warnung bezeichnet die amtliche Wetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes vor Glatteis durch gefrierenden Regen. Die aktuelle Warnung gilt für 25 Landkreise in NRW, Niedersachsen und Hessen bis Samstagmittag (24.01.2026, 12:00 Uhr). Regional besteht Unwettergefahr der Stufe Rot.
Das Wichtigste in Kürze
• Warnstufe: Rot (Unwetter) für Teile von NRW und Niedersachsen
• Zeitraum: 24. Januar 2026, 02:00 bis 12:00 Uhr
• Gefahr: Gefrierender Regen führt zu Glatteisbildung auf Straßen
• Betroffene Regionen: NRW (Ostwestfalen, Münsterland), Niedersachsen (westlich der Weser), Nordhessen
• Empfehlung: Unnötige Fahrten vermeiden, zu Hause bleiben
• Temperaturen: Zwischen -4 und -8 Grad, Dauerfrost im Osten
Inhaltsverzeichnis
- Eis-Warnung: Diese 25 Landkreise sind betroffen
- Warum ist die Eis-Warnung so gefährlich?
- Polizei warnt: „Lage ist katastrophal"
- Was Autofahrer bei Glatteis beachten müssen
- Schulausfall in mehreren Landkreisen
- Wetterausblick: So geht es weiter
- Häufige Fragen zur Eis-Warnung
- Fazit: Glatteis-Gefahr ernst nehmen
Eis-Warnung: Diese 25 Landkreise sind betroffen
Der DWD warnt vor erheblicher Glatteisgefahr durch gefrierenden Regen. Besonders kritisch ist die Lage im Grenzbereich zwischen Nordrhein-Westfalen und dem westlichen Niedersachsen. Für folgende Landkreise und Städte gilt die Eis-Warnung:
| Bundesland | Betroffene Landkreise und Städte |
|---|---|
| Nordrhein-Westfalen | Bielefeld, Gütersloh, Herford, Minden-Lübbecke, Lippe, Paderborn, Höxter, Steinfurt, Borken, Coesfeld |
| Niedersachsen | Osnabrück (Stadt + Landkreis), Emsland, Grafschaft Bentheim, Vechta, Nienburg, Schaumburg, Region Hannover, Holzminden, Göttingen |
| Hessen | Kassel, Waldeck-Frankenberg, Schwalm-Eder-Kreis, Werra-Meißner-Kreis, Hersfeld-Rotenburg |

Warum ist die Eis-Warnung so gefährlich?
In der zweiten Nachthälfte zum Samstag setzte von Südwesten her gefrierender Regen ein. Das Problem: Die Böden sind durch den Dauerfrost der vergangenen Tage tiefgefroren – Temperaturen von bis zu -8 Grad im Binnenland haben den Untergrund stark abgekühlt. Trifft nun Regen auf diese eiskalten Oberflächen, verwandelt er sich innerhalb von Sekunden in spiegelglattes Eis.
DWD-Sprecher Thomas Gerwin erklärt die Gefahr: „Durch den Regen, der immer wieder fallen kann, und die anhaltenden Temperaturen unter null Grad kann es am Samstagmorgen zu extremer Glätte kommen.“ Besonders tückisch: Die Eisschicht ist oft kaum sichtbar – Blitzeis entsteht ohne Vorwarnung.
Warnstufen des DWD erklärt
Stufe Gelb: Wetterwarnung – erhöhte Aufmerksamkeit
Stufe Orange: Markantes Wetter – Vorsicht geboten
Stufe Rot: Unwetterwarnung – Gefahr für Leib und Leben
Stufe Violett: Extremes Unwetter – höchste Gefahrenstufe
Polizei warnt: „Lage ist katastrophal“
Die Polizei in den betroffenen Regionen schlägt Alarm. Ein Sprecher der Polizei Vechta bezeichnete die Situation auf den Straßen als „katastrophal“. Aus Osnabrück hieß es, die Lage sei „brandgefährlich“. Bereits am Freitagmorgen kam es zu Hunderten Verkehrsunfällen – auf der A44 bei Paderborn starben drei Menschen bei einer Massenkarambolage.
Die Behörden raten dringend: „Wenn es irgendwie möglich ist, sollte man zu Hause bleiben.“ Wer dennoch fahren muss, sollte die Geschwindigkeit deutlich reduzieren, ausreichend Abstand halten und besonders an Brücken, schattigen Stellen und Nebenstraßen vorsichtig sein.
Was Autofahrer bei Glatteis beachten müssen
Der ADAC gibt folgende Empfehlungen bei Glatteisgefahr:
| Maßnahme | Erklärung |
|---|---|
| Auto stehen lassen | Bei Blitzeis nach Möglichkeit nicht fahren |
| Geschwindigkeit anpassen | Deutlich langsamer fahren als erlaubt |
| Abstand vergrößern | Mindestens doppelter Sicherheitsabstand |
| Vorsicht an Brücken | Brücken gefrieren schneller als normale Straßen |
| Notfallausrüstung | Decken, warme Getränke, volltanken |

Schulausfall in mehreren Landkreisen
Aufgrund der Glatteisgefahr haben mehrere Landkreise den Präsenzunterricht am Samstag abgesagt. Betroffen sind unter anderem:
In Niedersachsen fiel bereits am Freitag der Unterricht in den Landkreisen Osnabrück, Vechta, Emsland und Grafschaft Bentheim aus. Auch für Samstag sollten Eltern die Mitteilungen ihrer Schulen beachten.
In NRW entscheiden die Bezirksregierungen nach Rücksprache mit dem Schulministerium über mögliche Schulschließungen. Bei extremen Witterungsverhältnissen können Eltern eigenverantwortlich entscheiden, ob der Schulweg für ihr Kind zumutbar ist – solche Fehlzeiten gelten als entschuldigt.
Wetterausblick: So geht es weiter
Die Glatteisgefahr soll bis zum Samstagmittag anhalten. Dann gehen die Niederschläge allmählich in Schnee über. Die Temperaturen steigen leicht, bleiben aber knapp unter dem Gefrierpunkt. Auch in der Nacht zu Sonntag droht erneut Glätte durch überfrierende Nässe.
Meteorologe Dominik Jung warnt: „Der Glätte-Schwerpunkt liegt am Samstag im Westen und Nordwesten. Betroffen sind insbesondere Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und das Saarland.“ Zeitweise falle Schnee oder Schneeregen, der bei niedrigen Temperaturen rasch für glatte Straßen sorge.
Für die kommende Woche rechnen die Meteorologen mit weiterem Dauerfrost im Osten Deutschlands und erneuter Glatteisgefahr im Westen. Der Januar 2026 könnte laut Experten der kälteste seit 2017 werden.

Häufige Fragen zur Eis-Warnung
Wie lange gilt die Eis-Warnung?
Die aktuelle Eis-Warnung des DWD gilt bis Samstag, 24. Januar 2026, 12:00 Uhr. Danach gehen die Niederschläge in Schnee über, die Glatteisgefahr nimmt ab. In der Nacht zu Sonntag droht jedoch erneut Glätte durch überfrierende Nässe.
Welche Landkreise sind von der Eis-Warnung betroffen?
Die Eis-Warnung gilt für 25 Landkreise in Nordrhein-Westfalen (Ostwestfalen-Lippe, Münsterland), Niedersachsen (westlich der Weser) und Nordhessen. Besonders betroffen sind Bielefeld, Osnabrück, Emsland, Grafschaft Bentheim und Paderborn.
Was bedeutet Warnstufe Rot beim DWD?
Warnstufe Rot ist die zweithöchste Warnstufe des Deutschen Wetterdienstes und bedeutet Unwetterwarnung. Es besteht Gefahr für Leib und Leben. Der DWD empfiehlt, Aufenthalte im Freien und Fahrten zu vermeiden sowie Verzögerungen und Behinderungen einzuplanen.
Fällt die Schule wegen Glatteis aus?
In einigen Landkreisen Niedersachsens wurde der Präsenzunterricht bereits abgesagt. In NRW können Eltern bei extremer Witterung eigenverantwortlich entscheiden, ob ihr Kind zur Schule geht – Fehlzeiten gelten als entschuldigt. Aktuelle Informationen gibt es bei den Schulen und Landkreisen.
Wo kann ich aktuelle Wetterwarnungen abrufen?
Aktuelle Wetterwarnungen veröffentlicht der Deutsche Wetterdienst auf seiner Website dwd.de sowie in der WarnWetter-App. Dort können Sie auch gezielt nach Warnungen für Ihren Landkreis suchen. Die Warnungen werden regelmäßig aktualisiert.
Fazit: Glatteis-Gefahr ernst nehmen
Die Eis-Warnung für 25 Landkreise ist keine Übertreibung – die Gefahr durch gefrierenden Regen ist real und lebensbedrohlich. Die Unfälle vom Freitag mit drei Todesopfern auf der A44 zeigen, wie schnell die Situation eskalieren kann. Wer nicht zwingend raus muss, sollte zu Hause bleiben. Alle anderen sollten äußerste Vorsicht walten lassen und die Empfehlungen von Polizei und ADAC befolgen.
Aktuelle Informationen
Dieser Artikel wird regelmäßig aktualisiert. Aktuelle Wetterwarnungen finden Sie beim Deutschen Wetterdienst (DWD). Stand: 24. Januar 2026, 08:00 Uhr.






