Die Gewerkschaft verdi setzt ihre Streikmaßnahmen im Nahverkehr fort. Während in Bayern weitere Warnstreiks angekündigt wurden, legte ein Streik in Kassel am 13. Februar 2026 den öffentlichen Nahverkehr nahezu vollständig lahm. Betroffen waren Busse, Trams und RegioTrams der KVG.

Hintergrund der Verdi-Streiks im Nahverkehr
Die aktuellen Streiks und Warnstreiks im Nahverkehr sind Teil von Tarifverhandlungen, die verdi mit den kommunalen Arbeitgebern führt. Die Gewerkschaft fordert unter anderem höhere Einkommen und eine Reduzierung der Arbeitszeit. Konkret geht es um bis zu 16 Prozent höhere Einkommen und eine Kürzung der Wochenarbeitszeit von 38,5 auf 35 Stunden bei vollem Lohnausgleich, wie der Bayerische Rundfunk berichtet. Laut verdi ist das Personal im Nahverkehr am Limit, was die Forderungen begründet.
Aktuelle Entwicklungen: Warnstreiks in Bayern und Kassel
In Bayern sind die Verhandlungen zwischen verdi und dem Kommunalen Arbeitgeberverband Bayern (KAV) ins Stocken geraten. Beide Seiten werfen sich gegenseitig vor, die Verhandlungen zu blockieren. Die Arbeitgeber bieten ein Einkommensplus von fünf Prozent in zwei Schritten und einen Mindestbetrag von 110 Euro an. Dies orientiere sich am Tarifabschluss für die Kommunen vom letzten Jahr. Die Gewerkschaft hält dies für unzureichend. Die nächsten Verhandlungen sind für den 9. März angesetzt. Bis dahin will verdi die Streikmaßnahmen ausweiten, wie der BR berichtet. (Lesen Sie auch: Sarah Schleper De Gaxiola: Mutter und Sohn…)
In Kassel hat der Streik am 13. Februar bereits deutliche Auswirkungen gezeigt. Die KVG-Beschäftigten legten die Arbeit nieder, was zu erheblichen Einschränkungen im Bus- und Bahnverkehr führte. Laut Nordhessischem VerkehrsVerbund (NVV) waren die Buslinien 1 bis 29 in der Stadt Kassel sowie die Buslinien 11, 17 und 22 im Umland betroffen. NVV-Buslinien ab der Linie 30 und Regionalzüge verkehrten hingegen planmäßig. Für die ausfallenden RegioTrams wurde ein Ersatzkonzept eingerichtet.
Reaktionen auf die Streiks
Die Reaktionen auf die Streiks sind gemischt. Während einige Fahrgäste Verständnis für die Forderungen der Streikenden äußern, sehen andere die Einschränkungen kritisch. Eric Halemba, ein Pendler aus Kassel, sagte gegenüber der Tagesschau: „Für Pendler ist es immer schwierig“. Er selbst musste auf den Bus ausweichen, da die Bahn nicht fuhr. Andere Fahrgäste bemängelten, dass die Forderungen der Gewerkschaft überspitzt seien.
Die KVG-Mitarbeitenden hingegen betonen die hohe Belastung im Job. Sie fordern bessere Arbeitsbedingungen und eine angemessene Entlohnung. Verdi argumentiert, dass das Personal am Limit arbeite und die Arbeitsbedingungen verbessert werden müssen, um den Nahverkehr langfristig aufrechtzuerhalten. (Lesen Sie auch: San Valentino 2026: Romantische Dinner-Ideen in Italien)
Was bedeuten die Verdi-Streiks für die Zukunft des Nahverkehrs?
Die aktuellen Streiks zeigen, wie angespannt die Situation im Nahverkehr ist. Die Gewerkschaft verdi will mit den Streikmaßnahmen den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen, um bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne zu erreichen. Sollten die Verhandlungen scheitern, drohen weitere Streiks und Einschränkungen im Nahverkehr.
Für die Fahrgäste bedeutet dies, dass sie sich weiterhin auf Ausfälle und Verspätungen einstellen müssen. Es ist ratsam, sich vor Fahrtantritt über die aktuelle Verkehrslage zu informieren und gegebenenfalls alternative Reisemöglichkeiten in Betracht zu ziehen. Informationen hierzu bieten die Webseiten der Verkehrsbetriebe und des NVV.
Langfristig müssen Lösungen gefunden werden, um die Arbeitsbedingungen im Nahverkehr zu verbessern und die Attraktivität des Berufsfeldes zu steigern. Nur so kann sichergestellt werden, dass der Nahverkehr auch in Zukunft eine wichtige Rolle im öffentlichen Personennahverkehr spielt. (Lesen Sie auch: Valentinstag 2026: Mehr Kommerz oder noch Romantik?)

Ausblick
Die kommenden Wochen werden zeigen, ob sich die Tarifparteien in Bayern einigen können. Sollte dies nicht der Fall sein, sind weitere Streiks und Einschränkungen im Nahverkehr zu erwarten. Auch in anderen Bundesländern könnten ähnliche Aktionen stattfinden, da die Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst bundesweit geführt werden.
Es bleibt zu hoffen, dass die Beteiligten eine Lösung finden, die sowohl den Interessen der Arbeitnehmer als auch den finanziellen Möglichkeiten der Arbeitgeber gerecht wird. Denn nur so kann ein zuverlässiger und attraktiver Nahverkehr gewährleistet werden.
Häufig gestellte Fragen zu Verdi
Warum führt Verdi Streiks im Nahverkehr durch?
Verdi führt Streiks durch, um im Rahmen von Tarifverhandlungen bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne für die Beschäftigten im Nahverkehr zu erreichen. Die Gewerkschaft fordert unter anderem eine Reduzierung der Arbeitszeit und eine Erhöhung der Einkommen, um die Attraktivität des Berufsfeldes zu steigern. (Lesen Sie auch: Ilia Malinin Eiskunstlauf patzt bei Olympia)
Welche Forderungen stellt Verdi in den aktuellen Tarifverhandlungen?
Verdi fordert bis zu 16 Prozent höhere Einkommen und eine Kürzung der Wochenarbeitszeit von 38,5 auf 35 Stunden bei vollem Lohnausgleich. Die Gewerkschaft argumentiert, dass das Personal im Nahverkehr am Limit arbeitet und die Arbeitsbedingungen verbessert werden müssen.
Wie lange werden die Verdi-Streiks voraussichtlich dauern?
Die Dauer der Streiks hängt vom Verlauf der Tarifverhandlungen ab. Verdi hat angekündigt, die Streikmaßnahmen bis zum nächsten Verhandlungstermin am 9. März auszuweiten, sollten die Arbeitgeber nicht auf die Forderungen der Gewerkschaft eingehen. Es ist daher mit weiteren Einschränkungen zu rechnen.
Welche Auswirkungen haben die Verdi-Streiks auf den Nahverkehr?
Die Streiks führen zu erheblichen Einschränkungen im Nahverkehr. Betroffen sind in der Regel Busse, Straßenbahnen und U-Bahnen. Fahrgäste müssen sich auf Ausfälle und Verspätungen einstellen und gegebenenfalls alternative Reisemöglichkeiten nutzen. Informationen zur aktuellen Verkehrslage bieten die Webseiten der Verkehrsbetriebe.
Wo finde ich aktuelle Informationen zu den Verdi-Streiks?
Aktuelle Informationen zu den Streiks finden Sie auf den Webseiten der Verkehrsbetriebe, in den lokalen Nachrichtenmedien und auf der Webseite von Verdi. Es ist ratsam, sich vor Fahrtantritt über die aktuelle Verkehrslage zu informieren, um mögliche Einschränkungen zu berücksichtigen.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Anleger sollten eigene Recherche betreiben.






