Die finnische Küstenwache rettete kürzlich zwei deutsche Wanderer aus einer lebensgefährlichen Situation auf der Ostsee. Nach dem Einbruch durchs Eis, konnten die beiden ein kreatives SOS-Signal legen und so auf sich aufmerksam machen. Die sogenannte Eisrettung Ostsee gelang nach etwa fünf Stunden. Ostsee Eisrettung steht dabei im Mittelpunkt.

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Die wichtigsten Fakten
- Zwei deutsche Wanderer wurden von der finnischen Küstenwache gerettet.
- Das Eis unter ihrem Zelt brach, wodurch Ausrüstung verloren ging.
- Sie aktivierten eine Notfunkbake und schrieben ein SOS-Signal ins Eis.
- Die Rettung erfolgte per Hubschrauber, die Wanderer waren unterkühlt, aber wohlauf.
Abenteuer auf dem Eis wird zum Notfall
Ein Ausflug auf das Eis der Ostsee entwickelte sich für ein deutsches Wanderer-Paar zu einer gefährlichen Situation. Wie Stern berichtet, wollten die beiden einen Teil des zugefrorenen Bottnischen Meerbusens zu Fuß überqueren und hatten dort von Montag auf Dienstag vergangener Woche gezeltet. Mitten in der Nacht gab das Eis unter ihrem Zelt nach, und ein Großteil ihrer Ausrüstung versank im kalten Wasser.
Trotz des Schocks reagierten die beiden erfahrenen Wanderer besonnen. Sie retteten sich auf eine stabilere Eisscholle und setzten gegen 6:30 Uhr einen Notruf ab. (Lesen Sie auch: Der Astronaut Film: Neuer Sci-Fi-Hit wie „Der…)
Wie gelang die Eisrettung auf der Ostsee?
Die westfinnische Küstenwache wurde auf den Notruf aufmerksam und leitete umgehend eine Rettungsaktion ein. Nach etwa fünf Stunden, gegen 11:40 Uhr, konnten die beiden erschöpften, aber ansonsten unverletzten Wanderer per Hubschrauber gerettet werden.
Um die Retter auf ihre Position aufmerksam zu machen, nutzten die beiden Camper eine ebenso einfache wie geniale Idee: Sie schrieben mit Eisschollen ein riesiges „SOS“ auf die Eisfläche. Ein Foto davon teilte die Küstenwache auf X.
Der Salzgehalt der Ostsee ist im Vergleich zu anderen Meeren gering. Das führt dazu, dass das Eis vor den Küsten Finnlands und Schwedens in den Wintermonaten oft dicker ist als beispielsweise vor deutschen Küsten. (Lesen Sie auch: Steuern Sparen hohes Einkommen: So Senken Sie…)
Gefahren durch Eisbildung an der Ostsee
Die Ostsee friert in den Wintermonaten regelmäßig zu, besonders in den nördlichen Regionen. Das Betreten von Eisflächen birgt jedoch erhebliche Risiken. Während das Eis an manchen Stellen tragfähig erscheint, kann es an anderen Stellen dünn und brüchig sein. Strömungen undTemperaturschwankungen können die Eisdicke unberechenbar machen.
In Deutschland warnen Einsatzkräfte regelmäßig davor, Eisflächen zu betreten. So brachen beispielsweise im Februar in Scharbeutz mehrere Schaulustige im Eis ein. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) gibt regelmäßig Eiswarnungen heraus.
Das Eisbaden erfreut sich zwar großer Beliebtheit, sollte aber nur unter Aufsicht und mit entsprechender Vorbereitung erfolgen. (Lesen Sie auch: POL-AUR: Esens – Frau bei Unfall schwer…)

Häufig gestellte Fragen
Wie dick muss das Eis auf der Ostsee sein, damit es betreten werden kann?
Eine allgemeingültige Aussage zur notwendigen Eisdicke gibt es nicht, da diese von verschiedenen Faktoren wie der Eisqualität und der Last abhängt. Experten empfehlen jedoch, Eisflächen erst ab einer Dicke von mindestens 15 Zentimetern zu betreten, und auch dann nur mit Vorsicht.
Welche Ausrüstung ist für eine Wanderung auf dem Eis empfehlenswert?
Für eine Wanderung auf dem Eis sollte man unbedingt warme, wasserfeste Kleidung, festes Schuhwerk mit Spikes, sowie Stöcke zur Stabilisierung tragen. Eine Notfallausrüstung mit Rettungsleine und Mobiltelefon ist ebenfalls ratsam. Außerdem ist es wichtig, sich vorab über die Eisbedingungen zu informieren.
Wie verhalte ich mich, wenn ich ins Eis einbreche?
Wenn man ins Eis einbricht, sollte man versuchen, sich am Eisrand festzuhalten und nicht in Panik geraten. Durch laute Rufe kann man auf sich aufmerksam machen. Versuchen Sie, sich vorsichtig auf das Eis zurückzuziehen, indem Sie sich flach ausbreiten, um das Gewicht zu verteilen. (Lesen Sie auch: Gaststättenkontrollen Kehl: Viele Verstöße und eine Festnahme)
Wer ist für die Eisrettung auf der Ostsee zuständig?
Für die Eisrettung auf der Ostsee sind in erster Linie die Küstenwachen der jeweiligen Anrainerstaaten zuständig. Diese verfügen über spezialisierte Rettungseinheiten und -ausrüstung, um Menschen aus gefährlichen Situationen auf dem Eis zu bergen. In Deutschland ist dies die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS).











