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EU-Parlament Mercosur: EuGH soll Abkommen prüfen

by Rathaus Nachrichten
21. Januar 2026
in Gesellschaft
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EU-Parlament Mercosur: EuGH soll Abkommen prüfen
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Lesezeit: 5 Minuten

EU-Parlament Mercosur: Am 21. Januar 2026 hat das Europäische Parlament mit knapper Mehrheit beschlossen, das Mercosur-Abkommen dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) vorzulegen. Mit 334 zu 324 Stimmen wird die Ratifizierung des größten Freihandelsabkommens der EU-Geschichte nun um mindestens ein Jahr verzögert. Tausende Bauern protestierten vor dem Parlament in Straßburg.

Das Wichtigste in Kürze

  • Abstimmung: 334 Ja-Stimmen, 324 Nein-Stimmen, 11 Enthaltungen
  • Konsequenz: EuGH-Gutachten kann 16 bis 26 Monate dauern
  • Unterzeichnung: Abkommen wurde am 17. Januar 2026 in Paraguay unterzeichnet
  • Umfang: Größte Freihandelszone der Welt mit 700 Millionen Menschen
  • Kritikpunkte: Umgehung nationaler Parlamente, Ausgleichsmechanismus
Inhaltsverzeichnis
  1. Was ist das EU-Mercosur-Abkommen?
  2. Wie hat das EU-Parlament abgestimmt?
  3. Was sind die Kritikpunkte am Mercosur-Abkommen?
  4. Warum protestieren die Bauern gegen Mercosur?
  5. Welche Länder unterstützen das Mercosur-Abkommen?
  6. Wie geht es jetzt weiter?
  7. Häufige Fragen zum EU-Parlament Mercosur-Beschluss
  8. Fazit: Mercosur-Ratifizierung verzögert sich deutlich

Was ist das EU-Mercosur-Abkommen?

Das EU-Mercosur-Abkommen ist ein Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und den südamerikanischen Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay. Es würde die weltweit größte Freihandelszone mit mehr als 700 Millionen Verbrauchern schaffen. Nach über 25 Jahren Verhandlungen wurde das Abkommen am 17. Januar 2026 in Asunción (Paraguay) unterzeichnet.

Wie hat das EU-Parlament abgestimmt?

Das Europäische Parlament stimmte am Mittwoch, dem 21. Januar 2026, in Straßburg über einen Antrag auf EuGH-Überprüfung ab. Das Ergebnis fiel denkbar knapp aus: 334 Abgeordnete votierten für die Verweisung an den Europäischen Gerichtshof, 324 stimmten dagegen. 11 Parlamentarier enthielten sich.

Der Antrag wurde hauptsächlich von Abgeordneten der Linken und Grünen eingereicht. Überraschend unterstützten jedoch auch zahlreiche Parlamentarier aus der christdemokratischen EVP, der liberalen Renew-Fraktion und der sozialdemokratischen S&D den Vorstoß. Besonders französische und polnische Abgeordnete wichen von der Fraktionslinie ab.

Abstimmungsergebnis EU-Parlament Mercosur

Abstimmung Stimmen Anteil
Für EuGH-Überprüfung 334 49,9%
Gegen EuGH-Überprüfung 324 48,4%
Enthaltungen 11 1,6%

Quelle: Europäisches Parlament, 21.01.2026

Wie hat das EU-Parlament abgestimmt?

Was sind die Kritikpunkte am Mercosur-Abkommen?

Die Kritiker des Abkommens bemängeln mehrere Punkte. Erstens sehen sie in der Aufspaltung des Vertragswerks in einen Handels- und einen Partnerschaftsteil eine Umgehung der nationalen Parlamente. Der Handelsteil benötigt nur die Zustimmung des EU-Rates und des EU-Parlaments – nicht aber der nationalen Volksvertretungen.

Zweitens kritisieren die Gegner den sogenannten „Ausgleichsmechanismus“. Dieser würde es den Mercosur-Ländern ermöglichen, Entschädigungen zu fordern, falls künftige EU-Gesetze ihre Exporte nach Europa einschränken. Umweltverbände und Landwirte befürchten zudem, dass EU-Standards bei Verbraucherschutz, Umwelt und Tierwohl unterlaufen werden könnten.

Warum protestieren die Bauern gegen Mercosur?

Am Tag vor der Abstimmung protestierten Tausende Landwirte mit Hunderten Traktoren vor dem Europäischen Parlament in Straßburg. Die Bauern befürchten eine Überschwemmung des EU-Marktes mit billigem Rindfleisch, Geflügel und Zucker aus Südamerika. Nach Ansicht der Landwirte können südamerikanische Produzenten zu niedrigeren Standards und Kosten produzieren.

Frankreich, der größte Agrarproduzent der EU, gehört zu den schärfsten Kritikern des Abkommens. Auch Polen, Ungarn, Irland und Österreich hatten das Abkommen abgelehnt. Der Bayerische Bauernverband bezeichnete den Agrarteil als „unfair und inakzeptabel“.

Welche Länder unterstützen das Mercosur-Abkommen?

Deutschland und Spanien gehören zu den stärksten Befürwortern des Abkommens. Sie argumentieren, der Deal sei notwendig, um Geschäftsverluste durch mögliche US-Zölle unter Präsident Donald Trump auszugleichen und die Abhängigkeit von China zu verringern. Bundeskanzler Friedrich Merz bezeichnete die Einigung als „Meilenstein in der europäischen Handelspolitik“.

Am 9. Januar 2026 hatte der Europäische Rat mit qualifizierter Mehrheit für das Abkommen gestimmt. Die Zustimmung Italiens sicherte trotz Ablehnung Frankreichs die erforderliche Mehrheit. Italiens Außenminister Antonio Tajani betonte die „enormen Vorteile“ für die wirtschaftliche Entwicklung.

Zeitliche Entwicklung des Mercosur-Abkommens

Datum Ereignis
1999 Beginn der Verhandlungen
Juni 2019 Erste Grundsatzeinigung
6. Dezember 2024 Abschluss der Verhandlungen (Montevideo)
9. Januar 2026 EU-Rat stimmt zu
17. Januar 2026 Unterzeichnung in Asunción (Paraguay)
21. Januar 2026 EU-Parlament fordert EuGH-Überprüfung

Wie geht es jetzt weiter?

Das EU-Parlament hat seine Präsidentin Roberta Metsola aufgefordert, den EuGH um ein Gutachten zum Mercosur-Abkommen zu bitten. Die Richter in Luxemburg sollen prüfen, ob das Abkommen mit den EU-Verträgen vereinbar ist. Laut Angaben aus Luxemburg dauerten vergleichbare Gutachtenverfahren in der Vergangenheit zwischen 16 und 26 Monaten.

Die EU-Kommission könnte das Abkommen theoretisch dennoch vorläufig anwenden. EU-Handelskommissar Maroš Šefčovič hat jedoch zugesagt, von dieser Möglichkeit abzusehen, um die Beziehungen zwischen den EU-Institutionen nicht zu belasten. Sollte der EuGH feststellen, dass das Abkommen nicht EU-rechtskonform ist, müsste es geändert werden, bevor es in Kraft treten kann.

Häufige Fragen zum EU-Parlament Mercosur-Beschluss

Was bedeutet die Abstimmung des EU-Parlaments zum Mercosur-Abkommen?

Das EU-Parlament hat beschlossen, das Mercosur-Abkommen vom Europäischen Gerichtshof auf seine Vereinbarkeit mit EU-Recht prüfen zu lassen. Die Ratifizierung ist damit ausgesetzt, bis ein Gutachten vorliegt. Dies kann 16 bis 26 Monate dauern.

Welche Länder gehören zum Mercosur?

Der Mercosur („Gemeinsamer Markt des Südens“) umfasst die südamerikanischen Länder Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay. Bolivien ist assoziiertes Mitglied. Zusammen repräsentieren diese Länder über 260 Millionen Menschen und einen der größten Wirtschaftsräume Südamerikas.

Wann tritt das EU-Mercosur-Abkommen in Kraft?

Das Inkrafttreten ist derzeit ungewiss. Zunächst muss der EuGH sein Gutachten vorlegen (16-26 Monate). Danach muss das EU-Parlament zustimmen. Der Handelsteil könnte dann vorläufig in Kraft treten. Das umfassende Partnerschaftsabkommen muss zusätzlich von allen nationalen Parlamenten ratifiziert werden.

Warum ist das Mercosur-Abkommen umstritten?

Landwirte befürchten Billigimporte von Fleisch und Agrarprodukten aus Südamerika. Umweltschützer warnen vor mehr Abholzung im Amazonas. Kritiker bemängeln die Aufspaltung des Abkommens als Umgehung nationaler Parlamente. Befürworter sehen Vorteile für die europäische Industrie und mehr Unabhängigkeit von China.

Was bringt das Mercosur-Abkommen für Deutschland?

Deutsche Unternehmen könnten durch den Wegfall hoher Mercosur-Zölle jährlich Milliarden Euro einsparen. Besonders der Maschinenbau, die Automobilindustrie und der Chemiesektor würden profitieren. Der Zugang zu kritischen Rohstoffen wäre einfacher. Bereits heute unterstützt der EU-Mercosur-Handel über 600.000 Arbeitsplätze in der EU.

Fazit: Mercosur-Ratifizierung verzögert sich deutlich

Das EU-Parlament hat mit seiner Entscheidung zur EuGH-Überprüfung das Mercosur-Abkommen auf unbestimmte Zeit verzögert. Nach 25 Jahren Verhandlungen und der Unterzeichnung am 17. Januar 2026 muss nun das oberste EU-Gericht prüfen, ob der Vertrag mit europäischem Recht vereinbar ist. Während Befürworter wie Deutschland vor wirtschaftlichen Nachteilen warnen, feierten Landwirte und Umweltschützer die knappe Abstimmung als Erfolg. Wann das größte Freihandelsabkommen in der Geschichte der EU tatsächlich in Kraft treten wird, bleibt offen.

Über diesen Artikel

Quellen: Europäisches Parlament, EU-Rat, Euronews, t-online, Bundesregierung (Stand: 21.01.2026).

Tags: Bauernproteste Straßburg MercosurEU Mercosur FreihandelszoneEU Parlament MercosurEuGH Prüfung HandelsabkommenFreihandelsabkommen EU SüdamerikaFriedrich Merz MercosurMercosur Abkommen EuGHMercosur Abstimmung Januar 2026Mercosur Brasilien ArgentinienUrsula von der Leyen Mercosur
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