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Blackout Berlin 2026: Vulkangruppe bekennt sich – Strom bis Donnerstag weg

by Rathaus Nachrichten
4. Januar 2026
in Gesellschaft
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Blackout Berlin 2026: Vulkangruppe bekennt sich – Strom bis Donnerstag weg
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📖 Lesezeit: 8 Minuten | Zuletzt aktualisiert: 4. Januar 2026, 10:30 Uhr

Blackout Berlin: Zehntausende weiter ohne Strom – Vulkangruppe bekennt sich

Der Blackout in Berlin hält den Südwesten der Hauptstadt seit dem 3. Januar 2026 in Atem. Nach einem mutmaßlichen Brandanschlag auf eine Kabelbrücke über dem Teltowkanal sind weiterhin rund 38.000 Haushalte ohne Strom, Heizung und teilweise ohne Mobilfunk. Die linksextreme „Vulkangruppe“ hat sich in einem Bekennerschreiben zu der Tat bekannt. Die vollständige Wiederherstellung der Stromversorgung wird erst für Donnerstag, den 8. Januar 2026, erwartet.

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⚡ Blackout Berlin – Aktuelle Lage (Stand: 4. Januar 2026, 10:30 Uhr):

• Betroffene: ~38.000 Haushalte, ~2.050 Gewerbebetriebe

• Stadtteile: Nikolassee, Zehlendorf, Wannsee, Teile von Lichterfelde

• Wiederherstellung: Komplett erst Donnerstag, 8. Januar 2026

• Ursache: Brandanschlag auf Kabelbrücke am Teltowkanal

• Ermittlungen: Staatsschutz prüft Bekennerschreiben der „Vulkangruppe“

Was ist passiert? Der Blackout Berlin im Überblick

Der Blackout in Berlin begann am Samstagmorgen, 3. Januar 2026, gegen 6:13 Uhr. Ein Brand an einer Kabelbrücke über dem Teltowkanal nahe dem Heizkraftwerk Lichterfelde beschädigte mehrere Hochspannungskabel schwer. Die Folge: In den Stadtteilen Nikolassee, Zehlendorf, Wannsee und Lichterfelde fiel schlagartig die Stromversorgung aus.

Laut Stromnetz Berlin waren zunächst rund 45.400 Haushalte und 2.200 Gewerbebetriebe betroffen. In der Nacht zum Sonntag konnten die Techniker etwa 7.000 Haushalte im Bereich Lichterfelde wieder ans Netz bringen. Für die übrigen rund 38.000 Anschlüsse gilt jedoch: Die Stromversorgung wird voraussichtlich erst am Donnerstagnachmittag wiederhergestellt.

Blackout Berlin: Vulkangruppe bekennt sich zum Anschlag

Am Samstagabend ging beim Berliner Staatsschutz ein Bekennerschreiben ein. Die linksextreme „Vulkangruppe“ reklamiert den Anschlag für sich. ARD-Terrorismusexperte Michael Götschenberg erklärte gegenüber dem RBB, dass das Schreiben in Sicherheitskreisen für plausibel gehalten werde. Das Vorgehen decke sich mit früheren Anschlägen der Gruppe auf Stromanlagen.

Was ist passiert? Der Blackout Berlin im Überblick

In dem Schreiben heißt es, man habe „das Gaskraftwerk in Berlin-Lichterfelde erfolgreich sabotiert“. Die Stromausfälle seien „nicht Ziel der Aktion“ gewesen, sondern die „fossile Energiewirtschaft“. Bei weniger wohlhabenden Menschen entschuldige man sich – bei den „vielen Besitzern von Villen in diesen Stadtteilen“ halte sich das Mitleid jedoch „in Grenzen“.

Wer ist die Vulkangruppe?

Die Vulkangruppe ist eine seit 2011 aktive linksextremistische Gruppierung. Der Berliner Verfassungsschutz ordnet sie dem anarchistischen Spektrum zu. Laut Bundesamt für Verfassungsschutz werden ihr mindestens zehn Anschläge zugerechnet – die meisten in Berlin und Brandenburg. Zu den bisherigen Taten gehören:

  • 2018: Sabotage an einem Starkstromkabel in Berlin-Charlottenburg
  • 2021: Brandstiftung an einem Strommast zur Tesla-Baustelle in Grünheide
  • März 2024: Anschlag auf die Stromversorgung der Tesla-Gigafactory
  • Mai 2025: Brandanschlag im Berliner Villenviertel Dahlem
  • September 2025: Stromausfall in Berlin-Adlershof mit 50.000 betroffenen Haushalten

Die Gruppe variiert ihren Namen in Bekennerschreiben je nach Anlass – etwa „Vulkangruppe Tesla abschalten!“ oder „Vulkangruppe Shut Down The Power“. Über die genaue Mitgliederzahl und Struktur ist wenig bekannt. Die Ermittler gehen jedoch von einer gefestigten Organisation aus.

Welche Stadtteile sind vom Blackout Berlin betroffen?

Der Blackout in Berlin betrifft den gesamten Bezirk Steglitz-Zehlendorf im Südwesten der Stadt. Die folgende Tabelle zeigt die betroffenen Ortsteile und den aktuellen Status:

OrtsteilStatus (Stand: 4.1.2026)Erwartete Wiederversorgung
LichterfeldeTeilweise wiederversorgt (~7.000 Haushalte)Weitere Anschlüsse bis Montag
ZehlendorfWeiterhin ohne StromDonnerstag, 8. Januar
NikolasseeWeiterhin ohne StromDonnerstag, 8. Januar
WannseeWeiterhin ohne StromDonnerstag, 8. Januar
Teile von SteglitzTeilweise betroffenSchrittweise bis Donnerstag

Warum dauert die Reparatur beim Blackout Berlin so lange?

Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) erklärte, das Ausmaß des Schadens sei „größer als beim Stromausfall in Adlershof im September 2025″. Die Reparaturarbeiten seien aus mehreren Gründen besonders schwierig:

  • Schwerer Kabelschaden: Fünf Hochspannungskabel wurden durch das Feuer zerstört
  • Provisorium erforderlich: Normalerweise dauert die Verlegung solcher Kabel fünf Wochen – nun wird binnen Tagen ein Provisorium errichtet
  • Witterung: Schnee, Temperaturen um den Gefrierpunkt und Bodenfrost erschweren die Arbeiten
  • Spurensicherung: Am Tatort laufen parallel kriminalpolizeiliche Ermittlungen

Folgen des Blackout Berlin: Heizung, Mobilfunk, Nahverkehr

Der Blackout in Berlin hat weitreichende Auswirkungen auf das tägliche Leben im Südwesten der Stadt:

Heizungsausfall und Kälte

Durch den Stromausfall funktionieren in vielen Häusern die Heizungen nicht mehr. Zwar ist das Fernwärmekraftwerk selbst nicht betroffen, doch die Pumpen können ohne Strom die Wärme nicht in die Gebäude transportieren. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und Schneefall eine kritische Situation – besonders für ältere und pflegebedürftige Menschen.

Mobilfunk und Kommunikation

In Teilen des betroffenen Gebiets ist das Mobilfunknetz eingeschränkt. SMS und mobiles Internet funktionieren zeitweise, Telefonate sind jedoch oft nicht möglich. Die Notrufnummern 110 und 112 waren zeitweise nicht erreichbar. Die Feuerwehr hat deshalb mehrere Notruf-Annahmepunkte vor Ort eingerichtet.

S-Bahn und Nahverkehr

Die S-Bahnhöfe Mexikoplatz, Wannsee, Lichterfelde Ost und Lichterfelde Süd sind vom Stromausfall betroffen. Die Züge fahren zwar weiter, aber Automaten, Fahrgastinformationen und Entwerter funktionieren nicht.

Geschäfte und Versorgung

Supermärkte, Apotheken und Tankstellen in den betroffenen Gebieten bleiben geschlossen. Wer nach dem verkaufsoffenen Sonntag einkaufen wollte, muss in andere Stadtteile ausweichen. Kühlschränke und Tiefkühltruhen fallen aus – viele Lebensmittel drohen zu verderben.

⚠️ Wichtige Hinweise für Betroffene:

• Heizung: Keine gasbetriebenen Heizgeräte in Innenräumen verwenden (Erstickungsgefahr!)

• Notruf: Bei Störung direkt zur nächsten Polizei- oder Feuerwache gehen

• Unterkunft: Prüfen Sie, ob Sie bei Freunden oder Verwandten unterkommen können

• Akku: Mobiltelefone sparsam nutzen, Powerbanks bereithalten

• Licht: Taschenlampen und batteriebetriebene Leuchten für die Abendstunden bereithalten

Notunterkünfte und Hilfsangebote beim Blackout Berlin

Der Bezirk Steglitz-Zehlendorf und Hilfsorganisationen haben mehrere Anlaufstellen für betroffene Bürger eingerichtet:

EinrichtungAdresseAngebot
Rathaus ZehlendorfTeltower Damm 18 (Eingang Kirchstraße 1/3)Notunterkunft mit Übernachtung
Emmaus-KirchengemeindeOnkel-Tom-Straße 80Wärmestube, Handy aufladen
Sportzentrum HüttenwegHüttenweg, ZehlendorfNotunterkunft
Paulus-GemeindeJugendkeller, SteglitzWärmestube ab morgens
Matthäus-GemeindehausAm Steglitzer KreiselWärmestube ab morgens

Bezirksstadtrat Tim Richter (CDU) erwartet, dass der Bedarf an Unterkunftsplätzen in den kommenden Tagen steigen wird. Aktuell seien die Wohnungen noch relativ warm, aber bei den erwarteten Minusgraden in der Nacht kühlten sie schnell aus.

Evakuierungen: Pflegeheime und Krankenhäuser

Besonders kritisch ist die Lage in Pflegeeinrichtungen. Mehrere Seniorenheime im Blackout-Gebiet mussten evakuiert werden. Die Johanniter holten Bewohner ab und verlegten sie in andere Einrichtungen. Feuerwehrleute trugen Kranke und Gebrechliche die Treppen herunter, da Aufzüge nicht mehr funktionieren.

Krankenhäuser im betroffenen Gebiet stellten auf Notstromversorgung um. Die Feuerwehr Berlin hat die „Auslastungsstufe 2 Rettungsdienst“ ausgerufen – die zweithöchste Stufe. Grund ist das hohe Einsatzaufkommen durch den Blackout in Berlin.

Reaktionen der Politik auf den Blackout Berlin

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner bezeichnete den Stromausfall als „enorme Belastung“ für die Betroffenen. „Insbesondere die Bedarfe von älteren Menschen, von Familien mit kleinen Kindern sowie Personen, die auf elektrische Geräte angewiesen sind, müssen jetzt schnellstmöglich erkannt und gelöst werden“, teilte er mit.

Innensenatorin Iris Spranger (SPD) koordiniert die Maßnahmen von Polizei und Feuerwehr und steht in Kontakt mit der Bezirksbürgermeisterin von Steglitz-Zehlendorf. AfD-Politiker Frank-Christian Hansel bezeichnete den Vorfall als „ernstes Warnsignal“ für die Verwundbarkeit der Infrastruktur.

Vergleich: Blackout Berlin September 2025

Der aktuelle Blackout in Berlin ist bereits der zweite große Stromausfall innerhalb von vier Monaten. Im September 2025 legte ein ähnlicher Anschlag den Berliner Südosten lahm – ebenfalls mit rund 50.000 betroffenen Haushalten. Auch damals bekannte sich die Vulkangruppe. Die Täter wurden nie gefasst.

Der jetzige Vorfall zeigt die Verwundbarkeit der kritischen Infrastruktur. Wirtschaftssenatorin Giffey sprach von einem „besonders schwerwiegenden Stromausfall“, dessen Ausmaß noch größer sei als im September.


Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie lange dauert der Blackout in Berlin noch?

Nach Angaben von Stromnetz Berlin wird die vollständige Wiederherstellung der Stromversorgung für Donnerstagnachmittag, den 8. Januar 2026, erwartet. In Teilen von Lichterfelde wurde die Versorgung bereits wiederhergestellt. Rund 38.000 Haushalte bleiben jedoch bis dahin ohne Strom.

Welche Stadtteile sind vom Blackout Berlin betroffen?

Der Stromausfall betrifft weite Teile des Bezirks Steglitz-Zehlendorf: Nikolassee, Zehlendorf, Wannsee und Teile von Lichterfelde sowie Steglitz. Insgesamt waren ursprünglich 45.400 Haushalte und 2.200 Gewerbebetriebe betroffen.

Wer steckt hinter dem Blackout in Berlin?

Die linksextreme „Vulkangruppe“ hat sich in einem Bekennerschreiben zu dem Brandanschlag bekannt. Der Berliner Staatsschutz prüft die Echtheit des Schreibens. In Sicherheitskreisen wird die Urheberschaft für plausibel gehalten, da das Vorgehen früheren Anschlägen der Gruppe entspricht.

Was soll ich tun, wenn ich vom Blackout betroffen bin?

Die Behörden empfehlen: Prüfen Sie, ob Sie bei Freunden oder Verwandten unterkommen können. Nutzen Sie die eingerichteten Notunterkünfte und Wärmestuben. Verwenden Sie keine gasbetriebenen Heizgeräte in Innenräumen. Halten Sie Taschenlampen bereit und nutzen Sie Ihr Handy sparsam.

Wo kann ich einen Notruf absetzen, wenn das Telefon nicht funktioniert?

Bei gestörtem Telefonnetz können Sie sich direkt an die nächste Feuerwache oder Polizeiwache wenden. Die Feuerwehr hat zudem mehrere Notruf-Annahmepunkte im betroffenen Gebiet eingerichtet, unter anderem am Mexikoplatz und an der Chausseestraße 23 in Wannsee.

Fazit: Blackout Berlin zeigt Verwundbarkeit der Infrastruktur

Der Blackout in Berlin ist ein Warnsignal. Zum zweiten Mal innerhalb weniger Monate legt ein mutmaßlicher Anschlag Teile der Hauptstadt lahm. Zehntausende Menschen müssen bei winterlichen Temperaturen ohne Strom, Heizung und teilweise ohne Kommunikationsmöglichkeiten ausharren. Die Ermittlungen gegen die Vulkangruppe laufen – doch die bisherigen Täter wurden nie gefasst. Für die Betroffenen in Steglitz-Zehlendorf bleibt nur das Warten auf Donnerstag – und die Hoffnung, dass die Temperaturen nicht weiter fallen.

Dieser Artikel wird bei neuen Entwicklungen aktualisiert.


Über den Autor

Redaktion Rathausnachrichten | Nachrichten & Aktuelles

Die Redaktion berichtet über aktuelle Ereignisse in Berlin und Deutschland. Quellen: Stromnetz Berlin, Berliner Polizei, Tagesspiegel, ZDF, Berliner Zeitung. Alle Angaben ohne Gewähr.

Tags: Berlin aktuellBlackout BerlinBrandanschlagInfrastrukturLinksextremismusNotunterkunft BerlinSteglitz-ZehlendorfStromausfall BerlinStromnetz BerlinVulkangruppe
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