📖 Lesezeit: 4 Minuten | Zuletzt aktualisiert: 2. Januar 2026
Was ist in Crans-Montana passiert?
Brand Crans-Montana – bei einer Silvesterparty in der Bar „Le Constellation“ im Schweizer Skiort Crans-Montana hat sich in der Nacht zum 1. Januar 2026 eine verheerende Brandkatastrophe ereignet. Rund 40 Menschen kamen ums Leben, 115 weitere wurden verletzt – die meisten davon schwer. Es handelt sich um eine der schlimmsten Katastrophen in der modernen Geschichte der Schweiz.
Die Tragödie erschüttert nicht nur die Schweiz, sondern löst weltweit Bestürzung aus. Unter den Opfern befinden sich viele junge Menschen und internationale Touristen, die den Jahreswechsel im mondänen Walliser Skiort feiern wollten. Die Ermittlungen zur Brandursache laufen auf Hochtouren.
🔴 Brand Crans-Montana – Das Wichtigste:
• Rund 40 Tote und 115 Verletzte bei Silvesterparty
• Ursache: „Flashover“ – Feuer breitete sich in Sekunden aus
• Ort: Bar „Le Constellation“ im Skiort Crans-Montana (Wallis)
• Helpline für Angehörige: 0848 112 117
Brandkatastrophe Crans-Montana: Chronologie der Ereignisse
Das Unglück in der Bar „Le Constellation“ nahm gegen 1:30 Uhr in der Silvesternacht seinen Lauf. Augenzeugen berichten, dass zunächst Rauch aufstieg, bevor sich das Feuer explosionsartig ausbreitete. Die Behörden sprechen von einem sogenannten „Flashover“ – einem Phänomen, bei dem sich ein lokales Feuer innerhalb von Sekunden auf den gesamten Raum ausdehnt.
| Uhrzeit | Ereignis |
|---|---|
| 01:30 Uhr | Rauchentwicklung in der Bar bemerkt |
| 01:31 Uhr | Notruf bei Einsatzzentrale eingegangen |
| 01:32 Uhr | Erste Polizisten vor Ort |
| ca. 05:00 Uhr | Alle Verletzten versorgt, Brand unter Kontrolle |
Zum Zeitpunkt der Explosion befanden sich mehr als 100 Menschen in dem Lokal. Die Bar bot Platz für rund 300 Gäste und war zu Silvester gut besucht. Viele Opfer erlitten schwere Verbrennungen – einige über 60 Prozent ihrer Körperoberfläche.
Mögliche Brandursache: Wunderkerzen in Champagnerflaschen?
Die genaue Ursache des Brandes in Crans-Montana ist noch Gegenstand der Ermittlungen. Das forensische Institut Zürich wurde mit einem Gutachten beauftragt. Augenzeuginnen berichteten dem französischen Sender BFM TV, dass Wunderkerzen in Champagnerflaschen gesteckt worden seien. Eine dieser Kerzen sei zu nahe an die Holzdecke gelangt und habe diese entzündet.
Die Eltern eines vermissten 16-jährigen Teenagers aus Lausanne schilderten gegenüber CNN: „Sie bestellten eine Flasche Champagner mit einer Wunderkerze. Ein oder zwei Minuten später war es die Apokalypse.“ Eine offizielle Bestätigung dieser Darstellung steht jedoch noch aus.
🚨 Großeinsatz der Rettungskräfte:
• 10 Rettungshelikopter (Rega, Air Glaciers, Italien)
• 40 Ambulanzen aus mehreren Kantonen
• 150 Sanitäter und Einsatzkräfte
• Walliser Kantonsspital rief Katastrophenzustand aus
Reaktionen: „Eine der schlimmsten Tragödien der Schweiz“
Bundespräsident Guy Parmelin reiste noch am Donnerstag nach Crans-Montana und sprach von „einer der schlimmsten Tragödien, die unser Land erlebt hat“. Die Fahnen am Bundeshaus in Bern werden für fünf Tage auf halbmast gesetzt. Am Abend fand eine Gedenkmesse in der katholischen Kirche von Crans-Montana statt, zu der hunderte Trauernde kamen.
Internationale Beileidsbekundungen trafen aus zahlreichen Ländern ein – darunter Frankreich, Großbritannien, Österreich, die Ukraine und Israel. Der österreichische Bundeskanzler Christian Stocker und Außenministerin Beate Meinl-Reisinger zeigten sich „tief erschüttert“.
Als Zeichen der Solidarität wurde das traditionelle Neujahrsfeuerwerk in Luzern abgesagt. Auch andere Schweizer Städte verzichteten auf geplante Feierlichkeiten – ähnlich wie es bei anderen großen Veranstaltungen zu Jahresbeginn geschieht, bei denen die Stimmung nun gedämpft ist.
Opfer und Vermisste: Identifizierung dauert an
Die Identifizierung der rund 40 Todesopfer gestaltet sich schwierig und kann laut Polizei noch mehrere Tage dauern. Unter den Opfern befinden sich viele junge Menschen sowie internationale Touristen. Bisher bekannt:
- Mindestens 15 Italiener unter den Verletzten, ebenso viele gelten als vermisst
- Mindestens 6 Verletzte aus Frankreich, 8 Franzosen werden vermisst
- Keine österreichischen Staatsbürger unter den Opfern (laut Außenministerium)
- Viele Verletzte sind Minderjährige
Der Kanton Wallis hat die „besondere Lage“ ausgerufen, um alle nötigen Einsatzmittel schnell mobilisieren zu können. Die Behörden bitten die Bevölkerung, sich vom Unglücksort fernzuhalten. Über Crans-Montana wurde ein Flugverbot verhängt.
Crans-Montana: Exklusiver Skiort im Schock
Crans-Montana gilt als einer der exklusivsten Skiorte der Schweiz. Die Gemeinde im Kanton Wallis bietet einen atemberaubenden Blick vom Matterhorn bis zum Mont Blanc und zieht Jahr für Jahr wohlhabende Touristen und Prominente an. Der Ort ist auch als Austragungsort von FIS-Ski-Weltcup-Rennen bekannt.
„Hier sind Menschen gestorben. Wir sehen das Leiden der Angehörigen und Verletzten“, sagte Gemeindepräsident Nicolas Féraud sichtlich erschüttert. Die Tragödie hat den gesamten Ort in tiefe Trauer gestürzt – viele Einheimische kennen die Opfer persönlich.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie viele Tote gab es beim Brand in Crans-Montana?
Was war die Ursache des Brandes in Crans-Montana?
Gibt es eine Helpline für Angehörige?
Sind deutsche oder österreichische Opfer bekannt?
Wo liegt Crans-Montana?
Fazit: Schweiz trauert nach Silvestertragödie
Brand Crans-Montana – die Silvesternacht 2025/26 wird als eine der dunkelsten Stunden in die Geschichte der Schweiz eingehen. Während die Ermittlungen zur genauen Brandursache weiterlaufen, steht für die Angehörigen der rund 40 Todesopfer die Trauer im Vordergrund. Die internationale Anteilnahme zeigt, wie sehr diese Tragödie Menschen weltweit bewegt.
Wir werden diesen Artikel aktualisieren, sobald neue Informationen vorliegen.
Helpline für Angehörige: 0848 112 117
Über den Autor
Maik | Redakteur bei Rathausnachrichten.de
Unser Redakteur berichtet über aktuelle Nachrichten und Ereignisse. Die Informationen wurden aus offiziellen Polizeimeldungen, der Schweizer SRF und internationalen Nachrichtenagenturen zusammengestellt.
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Stand: 2. Januar 2026, 14:00 Uhr






