Viele Menschen nehmen Cholesterinsenker, sogenannte Statine, um ihren Cholesterinspiegel zu senken und Herzinfarkt oder Schlaganfall vorzubeugen. Doch oft treten als Nebenwirkung Muskelschmerzen auf. Eine aktuelle Studie der University of British Columbia liefert nun neue Erkenntnisse darüber, warum Statine diese Beschwerden verursachen können. Demnach beeinflusst der Wirkstoff Atorvastatin nicht nur die Cholesterinbildung, sondern wirkt auch direkt auf Muskelzellen.

Cholesterinsenker: Hintergrund und Bedeutung
Statine gehören zu den am häufigsten verschriebenen Medikamenten weltweit. Sie wirken, indem sie ein Enzym in der Leber blockieren, das für die Cholesterinproduktion benötigt wird. Dadurch sinkt der Cholesterinspiegel im Blut, was das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen reduziert. Allerdings haben viele Patienten mit Nebenwirkungen wie Muskelschmerzen zu kämpfen. In Deutschland nehmen etwa fünf Millionen Menschen täglich Statine ein. (Lesen Sie auch: 2026 Winter Olympics Women's Snowboarding Halfpipe)
Aktuelle Entwicklung: Studie erklärt Zusammenhang zwischen Statinen und Muskelschmerzen
Lange war unklar, warum Statine Muskelschmerzen verursachen können. Die Studie der University of British Columbia, über die T-Online berichtet, liefert nun eine mögliche Erklärung. Demnach wirkt der Wirkstoff Atorvastatin nicht nur in der Leber, sondern auch direkt in den Muskelzellen. Dieser zusätzliche Effekt könnte für die Schmerzen verantwortlich sein. Etwa zehn Prozent der Patienten, die Statine einnehmen, leiden unter Muskelschmerzen, die direkt auf den Wirkstoff zurückzuführen sind.
Weitere Erkenntnisse und Perspektiven
Die Pharmazeutische Zeitung weist darauf hin, dass die meisten Nebenwirkungen von Statinen gar nicht auf den Wirkstoff selbst zurückzuführen sind. Oft spielen andere Faktoren wie Alter, Geschlecht oder Vorerkrankungen eine Rolle. Es ist daher wichtig, dass Ärzte und Patienten gemeinsam die Vor- und Nachteile einer Statintherapie abwägen und individuelle Risikofaktoren berücksichtigen. (Lesen Sie auch: Strack Zimmermann: – fordert EU-Ermittlungen)
Apotheke Adhoc thematisiert, dass viele Patienten die Einnahme von Statinen aufgrund von Muskelschmerzen abbrechen. Dies kann jedoch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen. Es ist daher wichtig, nach Alternativen zu suchen oder die Dosis anzupassen, um die Beschwerden zu lindern. Auch die Deutsche Apotheker Zeitung bietet hierzu umfangreiche Informationen.
Cholesterinsenker: Was bedeutet das für Patienten?
Die neuen Erkenntnisse könnten dazu beitragen, die Behandlung mit Cholesterinsenkern zu verbessern. Wenn Ärzte besser verstehen, warum Muskelschmerzen auftreten, können sie möglicherweise gezieltere Maßnahmen ergreifen, um diese zu verhindern oder zu lindern. Dazu gehören beispielsweise die Anpassung der Dosis, die Wahl eines anderen Statins oder die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln. Patienten sollten bei Muskelschmerzen während der Statintherapie unbedingt ihren Arzt informieren, um die Ursache abklären und die Behandlung gegebenenfalls anpassen zu lassen. (Lesen Sie auch: Halbfinale DFB Pokal 2026: Freiburg erreicht -…)
Es gibt auch natürliche Möglichkeiten, den Cholesterinspiegel zu senken, wie eine gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung. Diese Maßnahmen können unterstützend zur medikamentösen Therapie eingesetzt werden.

Häufig gestellte Fragen zu cholesterinsenker
Häufig gestellte Fragen zu cholesterinsenker
Warum werden Cholesterinsenker überhaupt eingesetzt?
Cholesterinsenker, insbesondere Statine, werden eingesetzt, um den Cholesterinspiegel im Blut zu senken. Ein hoher Cholesterinspiegel kann zu Ablagerungen in den Blutgefäßen führen und das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall erhöhen. Statine helfen, dieses Risiko zu reduzieren. (Lesen Sie auch: Leon Goretzka: FC Bayern plant offenbar)
Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Cholesterinsenkern auftreten?
Die häufigste Nebenwirkung von Statinen sind Muskelschmerzen. In seltenen Fällen können auch schwerwiegendere Komplikationen wie Leberschäden oder Nierenprobleme auftreten. Es ist wichtig, dass Patienten ihren Arzt über alle Beschwerden informieren, die während der Behandlung auftreten.
Gibt es Alternativen zu Cholesterinsenkern?
Ja, es gibt Alternativen zu Statinen. Dazu gehören beispielsweise andere Medikamente wie Ezetimib oder PCSK9-Hemmer. Auch eine gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung und der Verzicht auf Nikotin können helfen, den Cholesterinspiegel zu senken.
Wie lange müssen Cholesterinsenker eingenommen werden?
In der Regel müssen Cholesterinsenker langfristig eingenommen werden, um den Cholesterinspiegel dauerhaft zu senken und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu reduzieren. Die Dauer der Behandlung hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie dem individuellen Risikoprofil des Patienten.
Was sollte man bei der Einnahme von Cholesterinsenkern beachten?
Bei der Einnahme von Statinen sollte man regelmäßig die Leberwerte überprüfen lassen, da es in seltenen Fällen zu Leberschäden kommen kann. Zudem sollte man auf mögliche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten achten und den Arzt oder Apotheker informieren.
| Wirkstoff | Handelsname (Beispiele) |
|---|---|
| Atorvastatin | Sortis, Atorvastatin-ratiopharm |
| Simvastatin | Zocor, Simvastatin-ratiopharm |
| Rosuvastatin | Crestor, Rosuvastatin-ratiopharm |
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Anleger sollten eigene Recherche betreiben.



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