Was bedeutet Cloudflare down für Millionen Nutzer?
Cloudflare down – am 5. Dezember 2025 kämpft der US-Infrastrukturanbieter erneut mit massiven Problemen. Du wolltest gerade eine Webseite aufrufen und siehst nur einen 500-Fehler? Damit bist du nicht allein. Hier erfährst du alle aktuellen Informationen zur Störung und welche Dienste betroffen sind.
Am Freitagvormittag häufen sich weltweit die Meldungen über nicht erreichbare Webseiten. Die Ursache: Eine erneute Störung beim Cloud-Anbieter Cloudflare, der als unsichtbare Schutzschicht vor Millionen von Internetseiten arbeitet.
Welche Dienste sind von Cloudflare down betroffen?
Die aktuelle Störung trifft zahlreiche populäre Webseiten und Dienste. Nutzer berichten von Problemen bei verschiedensten Plattformen – von Streaming-Diensten über Business-Tools bis hin zu Gaming-Portalen.
Besonders betroffen sind laut aktuellen Meldungen folgende Dienste: Crunchyroll, Zoom, LinkedIn, IKEA, Perplexity, DeepL, Feedly, Spotify und MediaMarkt. Auch Spiele wie Fortnite zeigen Verbindungsprobleme. Selbst die Störungsseiten allestörungen.de und downdetector.com waren zeitweise nicht erreichbar.
| Bereich | Betroffene Dienste | Status |
|---|---|---|
| Streaming | Crunchyroll, Spotify | Eingeschränkt |
| Business | Zoom, LinkedIn, DeepL | Eingeschränkt |
| Gaming | Fortnite | Eingeschränkt |
| Shopping | IKEA, MediaMarkt | Eingeschränkt |
| KI-Tools | Perplexity | Eingeschränkt |
| Störungsmelder | allestörungen.de, downdetector.com | Zeitweise offline |
Was sagt Cloudflare zur aktuellen Störung?
Cloudflare hat die Probleme bestätigt und arbeitet an einer Lösung. Das Unternehmen meldete auf seiner Statusseite, dass ein Problem mehrere Kunden betreffe und derzeit untersucht werde.
Gegen 10 Uhr mitteleuropäischer Zeit gab es erste Entwarnung. Cloudflare teilte mit, dass eine Lösung implementiert wurde und die Ergebnisse überwacht werden. Die Störungsmeldungen gingen daraufhin zurück, einzelne Probleme könnten jedoch noch auftreten.
Auffällig ist der zeitliche Zusammenhang mit geplanten Wartungsarbeiten. Am 4. und 5. Dezember 2025 führte Cloudflare Wartungen in mehreren Rechenzentren durch, darunter San Jose, Los Angeles, Singapur und Seoul. Ob ein direkter Zusammenhang besteht, ist noch unklar.
Was ist Cloudflare und warum betrifft der Ausfall so viele Seiten?
Cloudflare ist einer der weltweit größten Anbieter für Netzwerksicherheit und Content Delivery. Das US-Unternehmen agiert als eine Art Vermittler zwischen Nutzern und Webseiten. Es schützt vor DDoS-Angriffen, optimiert Ladezeiten und verbessert die Verfügbarkeit.
Millionen von Webseiten weltweit nutzen Cloudflare als vorgelagerte Schutzschicht. Wenn diese kritische Infrastruktur ausfällt, sind automatisch alle dahinter liegenden Dienste betroffen – auch wenn deren eigene Server einwandfrei funktionieren.
Der Vergleich mit einem Dominospiel ist treffend: Fällt Cloudflare als zentraler Baustein, kippen tausende nachgelagerte Webseiten mit. Das macht den Dienst zu einem sogenannten Single Point of Failure im Internet.
Wie erkenne ich eine Cloudflare-Störung?
Typische Anzeichen für eine Cloudflare-Störung sind bestimmte Fehlermeldungen im Browser. Am häufigsten tritt der Fehlercode 500 (Internal Server Error) auf. Manchmal siehst du auch die Meldung „Error 522: Connection timed out“ oder „Error 524: A timeout occurred“.
Ein weiteres Erkennungsmerkmal ist das Cloudflare-Logo auf der Fehlerseite. Wenn mehrere völlig unterschiedliche Webseiten gleichzeitig dieselben Fehler zeigen, deutet das auf ein Problem beim Infrastrukturanbieter hin.
Bei der heutigen Störung meldeten viele Nutzer auch „unsichere Verbindung“ als Fehlermeldung. In sozialen Netzwerken häuften sich die Berichte innerhalb weniger Minuten.
Bereits die zweite große Störung innerhalb von drei Wochen
Die heutige Störung ist nicht die erste in kurzer Zeit. Erst am 18. November 2025 hatte Cloudflare mit einem massiven Ausfall zu kämpfen, der stundenlang anhielt. Damals waren populäre Dienste wie X (ehemals Twitter), ChatGPT, Claude und Spotify betroffen.
Die Ursache für den November-Ausfall wurde später von Cloudflare detailliert erklärt: Ein Bug in der Bot-Management-Konfigurationsdatei führte dazu, dass eine wichtige Datei über ihre erwartete Größe hinauswuchs. Das löste einen Absturz im Proxy-System aus, das den Datenverkehr verarbeitet.
Cloudflare betonte damals, dass kein Cyberangriff oder böswillige Aktivität die Ursache war. Das Unternehmen entschuldigte sich öffentlich für die Unannehmlichkeiten und kündigte Verbesserungen an.
Was können Nutzer bei Cloudflare down tun?
Bei einer Cloudflare-Störung sind die Handlungsmöglichkeiten für normale Nutzer begrenzt. Die Probleme liegen auf der Anbieterseite und können nicht lokal behoben werden. Dennoch gibt es einige Tipps.
Das Neuladen der Webseite kann helfen, wenn die Störung nur kurzzeitig oder regional begrenzt ist. Die Verwendung eines VPN-Dienstes kann in manchen Fällen funktionieren, da der Datenverkehr dann über andere Server geleitet wird.
Ansonsten bleibt nur Geduld. Cloudflare-Störungen werden in der Regel innerhalb weniger Stunden behoben. Der aktuelle Status lässt sich auf der offiziellen Statusseite unter cloudflarestatus.com prüfen – sofern diese erreichbar ist.
Kritik an der Abhängigkeit von wenigen Anbietern
Die wiederholten Ausfälle zeigen ein grundlegendes Problem der digitalen Infrastruktur: Die Abhängigkeit von wenigen zentralen Anbietern macht das Internet verwundbar.
Experten warnen seit Jahren vor dieser Konzentration. Benjamin Schilz, CEO der Kommunikationsplattform Wire, kommentierte nach dem November-Ausfall: Für Organisationen sei es keine tragfähige Strategie mehr, sich für kritische Funktionen allein auf einen einzelnen Anbieter zu verlassen.
Nicht nur Cloudflare, auch andere große Anbieter wie Amazon Web Services (AWS) hatten in den vergangenen Wochen Ausfälle. Echte Resilienz bedeute, wirkliche architektonische Alternativen zu haben und digitale Souveränität über die eigenen Kernprozesse zu gewinnen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Fazit: Cloudflare down zeigt Verwundbarkeit des Internets
Die erneute Cloudflare down-Situation am 5. Dezember 2025 verdeutlicht, wie abhängig das moderne Internet von wenigen zentralen Infrastrukturanbietern ist. Innerhalb von nur drei Wochen ist es bereits der zweite größere Ausfall.
Für Nutzer bedeutet das: Geduld ist gefragt. Die Störung wurde gegen 10 Uhr weitgehend behoben. Cloudflare überwacht weiterhin die Systeme. Webseitenbetreiber sollten über Backup-Lösungen und alternative CDN-Anbieter nachdenken.
Die Frage, wie Unternehmen und Organisationen ihre digitale Souveränität stärken können, gewinnt durch solche Vorfälle weiter an Bedeutung.






