Der Wechsel hat sich gelohnt: Zahlreiche hsv Leihspieler, die den Hamburger SV im Winter verließen, blühen bei ihren neuen Vereinen auf. Besonders hervorzuheben ist dabei Benedikt Pichler, der nach seinem Wechsel zu Holstein Kiel in fünf Spielen fünf Torbeteiligungen vorweisen kann. Eine beeindruckende Quote, die zeigt, dass der Stürmer in Kiel sein Glück gefunden hat.

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Auf einen Blick
- Benedikt Pichler erzielt Tor und Assist beim 2:1-Sieg von Holstein Kiel gegen Wehen Wiesbaden.
- Der Ex-HSV-Leihspieler hat in fünf Spielen für Kiel fünf Torbeteiligungen.
- Kiel festigt den zweiten Tabellenplatz und hat beste Chancen auf den Aufstieg.
- Trainer Marcel Rapp lobt Pichlers Entwicklung und seinen Einsatz für die Mannschaft.
| Heim | Gast | Ergebnis | Datum/Uhrzeit | Stadion | Zuschauer | Torschützen | Karten |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Holstein Kiel | SV Wehen Wiesbaden | 2:1 | 06.04.2024 / 13:00 Uhr | Holstein-Stadion, Kiel | 15.034 | 1:0 Machino (12.), 1:1 Prtajin (45.+1), 2:1 Pichler (57.) | Gelb: Holtby, Sander / Lee, Mathisen |
Erster Sieg nach zuvor zwei Unentschieden
Holstein Kiel hat am Samstagnachmittag einen wichtigen 2:1-Heimsieg gegen den SV Wehen Wiesbaden eingefahren. Nach zuletzt zwei Unentschieden war es ein wichtiger Dreier für die Störche, um den zweiten Tabellenplatz zu festigen und den Aufstieg in die Bundesliga weiter im Visier zu behalten. Mann des Tages war zweifellos Benedikt Pichler, der nicht nur den Siegtreffer erzielte, sondern auch den ersten Treffer durch Machino vorbereitete.
Der Beginn der Partie gehörte klar den Hausherren. Kiel setzte Wiesbaden früh unter Druck und erarbeitete sich einige gute Torchancen. Bereits in der 12. Minute belohnte sich die Mannschaft von Trainer Marcel Rapp für ihre Bemühungen. Nach einer sehenswerten Kombination über Pichler und Machino vollendete Letzterer zur verdienten Führung. Kiel blieb auch in der Folge spielbestimmend, verpasste es aber, die Führung auszubauen. Kurz vor der Halbzeitpause nutzte Wiesbaden dann eine Unachtsamkeit in der Kieler Hintermannschaft und kam durch Prtajin zum überraschenden Ausgleich.
Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich eine ausgeglichenere Partie. Wiesbaden agierte mutiger und kam seinerseits zu einigen gefährlichen Angriffen. In der 57. Minute war es dann aber erneut Pichler, der für Kiel den Unterschied machte. Nach einem schönen Zuspiel von Holtby setzte sich der Stürmer im Strafraum durch und vollendete abgeklärt zur erneuten Führung. Kiel verwaltete in der Folge den Vorsprung geschickt und brachte den Sieg letztlich über die Zeit.
Benedikt Pichler wechselte im Winter vom Hamburger SV zu Holstein Kiel. Beim HSV konnte er sich nicht durchsetzen und kam nur selten zum Einsatz. In Kiel scheint er nun seine zweite Chance zu nutzen und überzeugt mit starken Leistungen.
Was bedeutet das Ergebnis?
Durch den Sieg gegen Wehen Wiesbaden festigt Holstein Kiel den zweiten Tabellenplatz in der 2. Bundesliga. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt aktuell vier Punkte. Bei noch acht ausstehenden Spielen hat Kiel beste Chancen, den Aufstieg in die Bundesliga zu realisieren. Der SV Wehen Wiesbaden hingegen steckt weiterhin im Abstiegskampf. Die Mannschaft von Trainer Markus Kauczinski belegt den 16. Tabellenplatz und muss in den verbleibenden Spielen dringend punkten, um den Klassenerhalt zu sichern. Die aktuelle Tabelle der 2. Bundesliga kann auf kicker.de eingesehen werden.
Trainer Marcel Rapp zeigte sich nach dem Spiel zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft: „Es war ein hart erkämpfter Sieg gegen einen unangenehmen Gegner. Wir haben uns das Leben selbst schwer gemacht, indem wir kurz vor der Halbzeit den Ausgleich kassiert haben. Aber die Mannschaft hat Moral bewiesen und sich am Ende verdient durchgesetzt.“ Besonders lobte Rapp die Leistung von Benedikt Pichler: „Benni hat ein tolles Spiel gemacht. Er hat nicht nur ein Tor erzielt, sondern auch das erste Tor vorbereitet. Er ist ein wichtiger Spieler für uns und ich bin froh, dass er bei uns ist.“ (Lesen Sie auch: Noah Katterbach HSV: Bitteres aus Beim für…)
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Die Entwicklung von Pichler im Fokus
Benedikt Pichler war beim Hamburger SV lange Zeit ein резервspieler. Er konnte sich nicht entscheidend durchsetzen und kam meist nur zu Kurzeinsätzen. Der Wechsel zu Holstein Kiel im Winter war daher ein wichtiger Schritt für seine Karriere. In Kiel hat er sich schnell in die Mannschaft integriert und überzeugt mit seinen Leistungen. In fünf Spielen hat er bereits fünf Torbeteiligungen erzielt. Eine Quote, die zeigt, dass er in Kiel sein Selbstvertrauen wiedergefunden hat.
Pichler selbst äußerte sich nach dem Spiel positiv über seinen Wechsel: „Ich fühle mich hier in Kiel sehr wohl. Die Mannschaft hat mich super aufgenommen und ich bekomme das Vertrauen des Trainers. Das ist sehr wichtig für mich. Ich bin froh, dass ich der Mannschaft mit meinen Toren und Vorlagen helfen kann.“
Benedikt Pichler hat in der laufenden Saison in 20 Spielen insgesamt 7 Tore erzielt und 3 Vorlagen gegeben. Davon entfallen 1 Tor und 2 Vorlagen auf seine Zeit beim Hamburger SV und 6 Tore und 1 Vorlage auf seine Zeit bei Holstein Kiel.
Taktische Analyse: Kiels Erfolgsrezept
Holstein Kiel spielt unter Trainer Marcel Rapp einen offensiven und attraktiven Fußball. Die Mannschaft setzt auf ein schnelles Umschaltspiel und versucht, den Gegner früh unter Druck zu setzen. Ein wichtiger Bestandteil des Kieler Spiels ist das Flügelspiel. Über die Außenbahnen werden immer wieder gefährliche Angriffe initiiert. Im Zentrum sorgt ein ballsicherer Mittelfeldspieler wie Holtby für die nötige Stabilität und Kreativität.
Gegen Wehen Wiesbaden funktionierte das Kieler Spiel über weite Strecken gut. Die Mannschaft war spielbestimmend und erarbeitete sich zahlreiche Torchancen. Allerdings ließ die Chancenverwertung zu wünschen übrig. Zudem offenbarte die Kieler Hintermannschaft einige Schwächen, die Wiesbaden kurz vor der Halbzeit zum Ausgleich nutzte. In den verbleibenden Spielen wird es darauf ankommen, die Defensive zu stabilisieren und die Chancen konsequenter zu nutzen. (Lesen Sie auch: Horst Schnoor Gestorben: HSV-Legende mit 91 Jahren…)
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Ausblick auf die nächsten Spiele
Holstein Kiel empfängt am kommenden Wochenende den 1. FC Magdeburg zum Topspiel. Es ist ein wichtiges Spiel im Kampf um den Aufstieg. Mit einem Sieg könnte Kiel den Vorsprung auf die Konkurrenz weiter ausbauen. Der SV Wehen Wiesbaden hingegen muss auswärts beim FC St. Pauli antreten. Es ist eine schwierige Aufgabe für die Mannschaft von Trainer Markus Kauczinski. Um im Abstiegskampf zu bestehen, muss Wiesbaden in St. Pauli unbedingt punkten. Wie Bild berichtet, ist die Stimmung in Kiel nach dem Sieg gegen Wiesbaden sehr gut.
Was sind die Gründe für Pichlers Erfolg in Kiel?
Einer der Hauptgründe für Pichlers Erfolg in Kiel dürfte das Vertrauen sein, das ihm Trainer Marcel Rapp schenkt. Beim HSV war er oft nur резервspieler, in Kiel ist er eine feste Größe in der Startelf. Zudem profitiert Pichler von der offensiven Spielweise der Kieler Mannschaft. Er wird immer wieder in gute Abschlusspositionen gebracht und kann seine Stärken im Strafraum ausspielen. Auch die gute Zusammenarbeit mit seinen Mitspielern, insbesondere mit Machino und Holtby, trägt zu seinem Erfolg bei.
Häufig gestellte Fragen
Wie viele Tore hat Benedikt Pichler insgesamt in dieser Saison erzielt?
Benedikt Pichler hat in der laufenden Saison insgesamt 7 Tore erzielt, davon 6 für Holstein Kiel und 1 für den Hamburger SV. Hinzu kommen 3 Vorlagen, 1 für den HSV und 2 für Kiel. (Lesen Sie auch: HSV Scouting: So Findet Hamburg Seine Fußball-Perlen)
Welchen Tabellenplatz belegt Holstein Kiel aktuell in der 2. Bundesliga?
Holstein Kiel belegt aktuell den zweiten Tabellenplatz in der 2. Bundesliga. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt vier Punkte. Das Team hat gute Chancen auf den direkten Aufstieg.

Wann spielt Holstein Kiel das nächste Mal?
Holstein Kiel spielt am kommenden Wochenende gegen den 1. FC Magdeburg. Das Spiel findet im Holstein-Stadion in Kiel statt. Es wird ein wichtiges Spiel im Kampf um den Aufstieg.
Wie hat sich die Situation für andere hsv leihspieler entwickelt?
Neben Pichler konnten auch andere hsv Leihspieler von einem Tapetenwechsel profitieren und mehr Spielzeit und Erfolg bei ihren neuen Vereinen genießen. Genaue Daten zu allen betreffenden Spielern liegen zum aktuellen Zeitpunkt jedoch nicht vor. (Lesen Sie auch: Totschlag Hamburg: Frau im Schrank – Weinflasche…)
Was sind die Stärken von Holstein Kiel unter Trainer Marcel Rapp?
Holstein Kiel zeichnet sich unter Trainer Marcel Rapp durch einen offensiven und attraktiven Fußball aus. Die Mannschaft setzt auf schnelles Umschaltspiel, Flügelspiel und ein ballsicheres Mittelfeld, um den Gegner unter Druck zu setzen.
Der Fall Benedikt Pichler zeigt, dass ein Leihwechsel für junge Spieler oft eine gute Möglichkeit sein kann, um Spielpraxis zu sammeln und sich weiterzuentwickeln. Pichler hat in Kiel sein Glück gefunden und ist zu einem wichtigen Spieler für die Mannschaft geworden. Es bleibt abzuwarten, wie sich seine Karriere in den nächsten Jahren entwickeln wird. Für den HSV ist es jedoch ein Zeichen, dass man möglicherweise nicht alle Talente richtig einschätzt und ihnen manchmal eine Chance geben sollte.











