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Polarlichter Baden-Württemberg – Was ist passiert? In der Nacht zum Dienstag (20. Januar 2026) leuchteten spektakuläre Polarlichter über Baden-Württemberg. Zwischen 22 Uhr und 23:15 Uhr waren grüne und rote Nordlichter besonders gut im Schwarzwald, auf der Schwäbischen Alb und im Raum Stuttgart sichtbar. Ursache war ein starker Sonnensturm der Klasse X1.9 vom 18. Januar.
🌌 Das Wichtigste in Kürze
- Datum: Nacht vom 19. auf 20. Januar 2026, zwischen 22:00 und 23:15 Uhr
- Farben: Intensive grüne und rote Polarlichter
- Sichtbarkeit: Schwarzwald, Schwäbische Alb, Stuttgart, Freiburg (über 500m), Hohenlohe
- Ursache: Starker Sonnensturm (X1.9-Flare) vom 18. Januar 2026
- Meldungen: 200 Sichtungen allein in Baden-Württemberg über DWD-App
Polarlichter Baden-Württemberg – dieses seltene Himmelsspektakel hat in der Nacht zum Dienstag Tausende Menschen in den Südwesten Deutschlands gelockt. Grüne und rote Farbtöne schmückten den Nachthimmel über dem Schwarzwald, der Schwäbischen Alb und dem Großraum Stuttgart. „Man hat sehr intensive Farben gesehen, das war sehr eindrucksvoll“, bestätigte Carolin Liefke, stellvertretende Leiterin am Haus der Astronomie in Heidelberg.
Die Polarlichter waren ein „seltenes Ereignis“, wie Kai-Uwe Nerding vom Deutschen Wetterdienst (DWD) betonte: „Es gibt nicht tagtäglich Polarlichter in Deutschland. In der Ausprägung, wie in der letzten Nacht, war es bis in die Alpen sichtbar.“

Wo waren die Polarlichter in Baden-Württemberg sichtbar?
Der Deutsche Wetterdienst dokumentierte die Sichtbarkeit der Nordlichter in verschiedenen Regionen Baden-Württembergs. Besonders gute Bedingungen herrschten in höheren Lagen und Gebieten mit wenig Lichtverschmutzung.
| Region | Sichtbarkeit | Besonderheiten |
|---|---|---|
| Schwarzwald | Sehr gut | Hornisgrinde mit Blick auf Rheinebene |
| Schwäbische Alb | Sehr gut | Wenig Lichtverschmutzung |
| Region Freiburg | Gut (über 500m) | Schauinsland besonders beliebt |
| Raum Stuttgart | Gut | Am Stadtrand besser sichtbar |
| Hohenlohe | Gut | Freie Sicht nach Norden |
Auf der Hornisgrinde im Schwarzwald gelang dem Fotografen Niklas Spether eine beeindruckende Aufnahme: Die Polarlichter leuchteten über dem Sendeturm mit Blick in die Rheinebene. Auch auf dem Schauinsland bei Freiburg zeigte sich der Himmel in spektakulären Farben.
Wann waren die Polarlichter am besten sichtbar?

Das Zeitfenster für die beste Sichtbarkeit war relativ kurz. Laut DWD meldeten viele Nutzer über die Warnwetter-App zwischen 22 Uhr und 23:15 Uhr Polarlichter. „Das war die Zeit, wo es deutschlandweit gut zu sehen war, bis auf die Regionen, die durch Nebel getrübt waren“, erklärte Meteorologe Kai-Uwe Nerding.
⏰ Zeitfenster der Polarlichter am 19./20. Januar
- Beginn: Ca. 22:00 Uhr
- Höhepunkt: Ca. 22:30 – 23:00 Uhr
- Ende: Ca. 23:15 Uhr
- Dauer einzelner Erscheinungen: Teils nur Sekunden
- Meldungen in BW: Rund 200 über DWD Warnwetter-App
Besonders bemerkenswert: Die Polarlichter waren an manchen Orten nur für Sekunden sichtbar. „Man hatte so Erscheinungen, wo es teilweise sehr, sehr hell war“, beschrieb Carolin Liefke vom Haus der Astronomie das Phänomen.
Warum gab es Polarlichter in Baden-Württemberg?
Ursache für das seltene Himmelsspektakel war ein starker Sonnensturm. Am 18. Januar 2026 ereignete sich eine heftige Sonneneruption der Klasse X1.9 – ein sogenannter Full-Halo-CME (Coronal Mass Ejection), der direkt auf die Erde gerichtet war.
☀️ So entstehen Polarlichter
Bei Sonnenstürmen werden geladene Teilchen ins All geschleudert. Diese werden vom Erdmagnetfeld in Richtung der Pole gelenkt. In der Atmosphäre treffen sie auf Sauerstoff- und Stickstoffmoleküle, die dann zum Leuchten angeregt werden. Je nach Höhe und Molekülart entstehen unterschiedliche Farben – grün durch Sauerstoff in niedrigeren Höhen, rot durch Sauerstoff in größeren Höhen.
Der Sonnensturm erreichte die Erde ungewöhnlich schnell – in nur etwa 25 Stunden statt der üblichen mehreren Tage. Die geladenen Teilchen trafen mit Geschwindigkeiten von über 900 km/s auf das Erdmagnetfeld und lösten einen geomagnetischen Sturm der Stufe G4 aus.
Polarlichter heute Nacht: Gibt es eine weitere Chance?
Viele fragen sich: Kann man auch in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch (21. Januar) Polarlichter in Baden-Württemberg sehen? Die Expertin Carolin Liefke vom Haus der Astronomie gibt eine vorsichtige Einschätzung:
💬 Carolin Liefke, Haus der Astronomie Heidelberg
„Für die kommende Nacht sind die Aussichten eher bescheiden. Es gebe allerdings immer wieder Überraschungen. Auf der Hut sein, schadet nicht. Einfach mal den Blick rauswerfen, wenn es klar ist.“
Die Wettervorhersage für die Nacht auf Mittwoch ist günstig: Der DWD prognostiziert einen meist klaren und wolkenlosen Himmel über Baden-Württemberg. Nur in den Niederungen und in Oberschwaben muss mit Nebel und Hochnebel gerechnet werden. Die Temperaturen sinken auf bis zu -9 Grad.
Tipps: So beobachten Sie Polarlichter richtig
Wer bei künftigen Gelegenheiten Polarlichter in Baden-Württemberg beobachten möchte, sollte einige Tipps beherzigen:
| Faktor | Empfehlung |
|---|---|
| Standort | Höhere Lagen (über 500m), freie Sicht nach Norden |
| Lichtverschmutzung | Möglichst dunkler Ort, weg von Städten |
| Zeitpunkt | Erste Nachthälfte, ab ca. 20 Uhr |
| Wetter | Klarer Himmel, kein Nebel |
| Kamera | Langzeitbelichtung zeigt Farben besser als das Auge |
| Kleidung | Warm anziehen! Temperaturen bis -9°C möglich |
Wichtig zu wissen: Im Süden Deutschlands sind Polarlichter oft nur fotografisch als farbiger Bogen sichtbar, während das Auge nur eine „milchige Aufhellung“ erkennt. Bei sehr starker Aktivität werden aber auch visuelle Effekte möglich.
Polarlicht-Vorhersage: Wo gibt es Informationen?
Wer über kommende Polarlichter informiert werden möchte, kann verschiedene Quellen nutzen:
📱 Informationsquellen für Polarlichter
- DWD Warnwetter-App: Meldungen anderer Nutzer in Echtzeit
- polarlicht-vorhersage.de: Echtzeit-Daten zur Sonnenaktivität
- NOAA (US-Wetterbehörde): Prognosen für geomagnetische Stürme
- AKM e.V. Polarlichtforum: Austausch mit anderen Beobachtern
- Telegram-Warngruppen: Schnelle Benachrichtigungen bei Aktivität
Häufige Fragen zu Polarlichter Baden-Württemberg
Fazit: Seltenes Himmelsspektakel begeistert Baden-Württemberg
Die Polarlichter über Baden-Württemberg in der Nacht zum 20. Januar 2026 waren ein außergewöhnliches Ereignis. Rund 200 Menschen meldeten ihre Sichtungen allein in diesem Bundesland – ein Zeichen dafür, wie beeindruckend das Naturschauspiel war.
Auch wenn die Chancen für weitere Polarlichter in den kommenden Nächten geringer sind, lohnt sich ein Blick in den Himmel. Die aktuelle Phase des Sonnenzyklus-Maximums erhöht die Wahrscheinlichkeit für starke Sonnenstürme – und damit auch für Nordlichter in unseren Breiten.
Wer die Polarlichter verpasst hat, sollte sich die Polarlicht-Vorhersageseiten bookmarken und bei der nächsten Gelegenheit bereit sein. Denn wie Expertin Carolin Liefke sagt: „Auf der Hut sein, schadet nicht.“
Autor: Redaktion Rathausnachrichten | Quellen: Stuttgarter Zeitung, ka-news, Polarlicht-Vorhersage.de, bo.de
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🌌 WOW! Spektakuläre Polarlichter über Baden-Württemberg! Grüne und rote Nordlichter leuchteten letzte Nacht über Schwarzwald, Schwäbischer Alb und Stuttgart. 200 Meldungen in BW! Habt ihr sie gesehen? #Polarlichter #BadenWürttemberg
Seltenes Naturschauspiel über Baden-Württemberg: In der Nacht zum 20. Januar leuchteten spektakuläre Polarlichter über dem Südwesten. Zwischen 22 und 23:15 Uhr waren grüne und rote Nordlichter im Schwarzwald, auf der Schwäbischen Alb und im Raum Stuttgart sichtbar. Ursache war ein starker Sonnensturm der Klasse X1.9. „In der Ausprägung war es ein seltenes Ereignis – bis in die Alpen sichtbar“, so der DWD. Für kommende Nächte sind die Chancen geringer, aber: „Auf der Hut sein, schadet nicht.“
🌌✨ POLARLICHTER ÜBER BADEN-WÜRTTEMBERG! ✨🌌
Was für ein Spektakel! Letzte Nacht leuchteten grüne und rote Nordlichter über unserem Bundesland!
📍 Beste Sichtbarkeit:
• Schwarzwald (Hornisgrinde)
• Schwäbische Alb
• Region Freiburg (über 500m)
• Stuttgart
• Hohenlohe
⏰ Zeitfenster: 22:00 – 23:15 Uhr
📱 200 Meldungen allein in BW!
DWD-Meteorologe: „In der Ausprägung war es ein seltenes Ereignis – bis in die Alpen sichtbar!“
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