Der selbsternannte „Protz-Prinz“ Prinz Marcus von Anhalt bleibt auch im Februar 2026 eine der schillerndsten und kontroversesten Figuren des deutschsprachigen Raums. Mit seinem extravaganten Lebensstil, mehreren Reality-TV-Auftritten und immer neuen Skandalen füllt der 59-jährige Unternehmer regelmäßig die Boulevardpresse in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Inhaltsverzeichnis
- Das Wichtigste in Kürze
- Aktuelle Schlagzeilen: Simone Lugner und das schnelle Liebes-Aus
- Vom Metzger zum Multimillionär: Der ungewöhnliche Werdegang
- Der gekaufte Adelstitel: Eine Million-Dollar-Adoption
- Vermögen und Luxus-Lifestyle: Wie reich ist der Prinz wirklich?
- Rechtliche Probleme und Gefängnisaufenthalte
- Tierquälerei-Skandal in Dubai
- Reality-TV-Karriere und Medienauftritte
- Gesundheitliche Probleme 2025
- FAQ: Häufig gestellte Fragen zu Prinz Marcus von Anhalt
- Fazit: Eine polarisierende Persönlichkeit
Das Wichtigste in Kürze
- Prinz Marcus von Anhalt ist 59 Jahre alt und wurde am 20. Dezember 1966 in Pforzheim geboren
- Sein Vermögen wird auf etwa 120 Millionen Euro geschätzt, könnte aber auch deutlich höher sein
- Im Januar 2026 lernte er Simone Lugner bei „Rosis Schnitzelparty“ in Kitzbühel kennen, doch die Beziehung scheint bereits im Februar vorbei zu sein
- 2006 kaufte er sich seinen Adelstitel durch die Adoption von Frédéric Prinz von Anhalt für mehrere Millionen US-Dollar, erhielt jedoch keinen echten Adelsstatus
- Er wurde wegen Steuerhinterziehung zu vier Jahren Haft verurteilt und saß insgesamt wegen verschiedener Delikte im Gefängnis
Aktuelle Schlagzeilen: Simone Lugner und das schnelle Liebes-Aus
Im Januar 2026 sorgte Prinz Marcus von Anhalt für Aufsehen, als er bei „Rosis Schnitzelparty“ in Kitzbühel Simone Lugner kennenlernte. Er überreichte der Witwe von Richard Lugner vor laufender Kamera einen großen Strauß roter Rosen – knieend vor dem Stephansdom in Wien. Doch die Romanze war offenbar nur von kurzer Dauer.
Wie „oe24.at“ berichtet, habe sich der Prinz seit dem letzten Treffen der beiden am 26. Januar nicht mehr bei Lugner gemeldet. „Ist wohl der falsche Zeitpunkt“, zitiert das Magazin die Lugner-Witwe. Eigentlich war ein gemeinsamer Auftritt beim prestigeträchtigen IAEA Ball am 7. Februar in der Wiener Hofburg geplant, doch daraus wurde nichts.
Ähnliche prominente Beziehungen in der Schweiz haben wir in unserem Artikel über Thierry Burkart beleuchtet, der 2026 ebenfalls mit einer neuen Beziehung für Aufsehen sorgte.
Vom Metzger zum Multimillionär: Der ungewöhnliche Werdegang
Marcus Eberhard Edward Prinz von Anhalt wurde am 20. Dezember 1966 in Pforzheim als Marcus Frank Adolf Eberhardt geboren. Er wuchs in einer wohlhabenden Juweliersfamilie auf, erlebte jedoch eine finanzielle Krise, die die Familie in die Armut stürzte.
Mit 13 Jahren hatte er bereits viele Jobs inne und verließ die Schule mit 16 Jahren, um eine Metzgerlehre zu absolvieren. Er gründete einen Reinigungsdienst und erhielt im Alter von 16 Jahren ein Gesamteinkommen von 6000 Deutsche Mark. Mit nur 19 Jahren eröffnete er sein erstes Bistro.
Aufstieg im Rotlichtmilieu
Nach einem Besuch in den USA baute er einen Tabledance Club in Deutschland auf. Damit landete er einen großen Erfolg, worauf noch viele weitere Lokale folgten. Er expandierte auch im Rotlicht-Bereich und kaufte Bordelle auf, die er ertragreich weiterführte. Ab diesem Zeitpunkt wurde er zum Multimillionär und sorgte mit vielen Partys dafür, dass sein Status in der Öffentlichkeit gesteigert werden konnte.
Der gekaufte Adelstitel: Eine Million-Dollar-Adoption
Im Jahr 2006 kaufte er sich seinen Namen für mehrere Millionen US-Dollar durch die Adoption von Frédéric Prinz von Anhalt, dem Ehemann von Zsa Zsa Gabor. Fortan erhielt er den Titel Prinz Marcus Eberhard Edward von Anhalt, Herzog zu Sachsen und Westfalen, Graf von Askanien.
Die Adoption und Namensänderung verlieh jedoch keinen echten Adelstitel oder Adelsstatus. „Prinz von Anhalt“ ist ein Nachname, kein Titel, gemäß deutscher Gesetze, die 1919 den früheren Adel des Landes abschafften. Das Haus Askanien erkennt Marcus Prinz von Anhalt nicht als Mitglied an.
Die rechtliche Bedeutung von Adelstiteln wird auch in anderen Zusammenhängen diskutiert, wie wir in unserem Beitrag über Hans Niessl dargelegt haben.
Vermögen und Luxus-Lifestyle: Wie reich ist der Prinz wirklich?
Das Vermögen von Prinz Marcus von Anhalt wird auf 120 Millionen Euro kalkuliert, wobei dies auch deutlich höher sein kann. Laut verschiedenen Medienberichten könnte sein Gesamtvermögen sogar bis zu 450 Millionen Euro betragen.
| Vermögensquelle | Beschreibung |
|---|---|
| Bordelle & Nachtclubs | Über 20 Bordelle und Nachtclubs, darunter die Club-Kette Pure Platinum |
| Immobilien | Anwesen in Los Angeles (Bel Air), Fort Lauderdale, Pforzheim, St. Gallen, Dubai und Monaco |
| Luxusautos | Etwa 40 Luxusfahrzeuge, darunter Porsche, Ferrari und Rolls-Royce |
| Reality-TV & Medien | Auftritte bei „Promis unter Palmen“, „Promi Big Brother“ und andere TV-Formate |
| Social Media | Über 4 Millionen „Gefällt Mir“-Klicks auf Facebook |
Personal und Anwesen
Nach eigenen Angaben beschäftigt er 12 Leibwächter und 25 Bedienstete. Sein extravaganter Lebensstil ist legendär und wird auf Social Media ausgiebig zelebriert.
Rechtliche Probleme und Gefängnisaufenthalte
Im November 2014 wurde Marcus Prinz von Anhalt erneut zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Während der Berufung verbrachte er zwei Jahre in Haft. Die Gefängnisstrafe von 4 Jahren basierte auf Anklagen wegen Steuerhinterziehung und Betrug.
Die Staatsanwaltschaft hatte Prinz von Anhalt der Steuerhinterziehung von 1,5 Millionen Euro beschuldigt. Die Staatsanwaltschaft schätzte den finanziellen Schaden für die Steuerbehörden auf 747.000 Euro und einen weiteren Versuch der Steuerhinterziehung von 820.000 Euro.
Insbesondere warf die Staatsanwaltschaft von Anhalt vor, dass er die private Nutzung seiner 14 Luxusautos (alle mit einem Wert von mindestens 1 Million Euro) und Urlaube in Las Vegas als professionelle und geschäftliche Ausgaben bei den Steuerbehörden deklariert hatte.
Weitere Vorwürfe und Skandale
Er wurde unter anderem wegen Steuerhinterziehung, gefährlicher Körperverletzung, Zuhälterei und Menschenhandels verurteilt und saß insgesamt vier Jahre in Haft.
Tierquälerei-Skandal in Dubai
Im Sommer 2023 löste er durch eine Story auf seinem Instagram-Kanal große Empörung aus. In einem Video sieht man, wie Prinz Marcus mit einem Fußball eine Schildkröte auf seinem Anwesen in Dubai abschießt und sich darüber lustig macht. Medien, zahlreiche Promis und sein Adoptivvater Frederic von Anhalt zeigten dafür kein Verständnis.
Marcus Prinz von Anhalt wird häufig von Tierschutzaktivisten wie PETA kritisiert. Er besitzt einen privaten Zoo in Dubai, wo mehrere Wildtiere wie Tiger oder weiße Löwen unter schlechten Bedingungen gehalten und wie Spielzeug behandelt werden.
Reality-TV-Karriere und Medienauftritte
Bekannt ist Marcus Prinz von Anhalt für seinen extravaganten Lebensstil und Auftritte in deutschen Reality-TV-Formaten. Er war unter anderem in „Nachtcafé“ des SWR und „Taff“ zu sehen und nahm an Prominenten-Wettbewerben wie „Yes We Can Dance“ und „Promi Big Brother“ teil.
Im April 2021 nahm er an der zweiten Staffel der Sat.1-Show „Promis unter Palmen“ teil. Mit homophoben Äußerungen machte er sich jedoch bei seinen Mitstreitern sofort unbeliebt und schon in Folge eins wurde er nominiert und nach Hause geschickt.
Ähnliche Skandale im Reality-TV haben wir auch im Dschungelcamp 2026 dokumentiert, wo es ebenfalls zu emotionalen Auseinandersetzungen kam.
Gesundheitliche Probleme 2025
Im März 2025 musste sich Prinz Marcus von Anhalt einer Notoperation unterziehen. Er wurde mit Herzproblemen und einem Magengeschwür in die Uniklinik Erlangen eingeliefert. Die Situation war ernst – ohne rechtzeitige Behandlung hätte ein Magendurchbruch drohen können.
FAQ: Häufig gestellte Fragen zu Prinz Marcus von Anhalt
Wie reich ist Prinz Marcus von Anhalt wirklich?
Das geschätzte Vermögen liegt bei 120 bis 450 Millionen Euro. Die genaue Summe ist nicht offiziell bestätigt, da seine Finanzen privat verwaltet werden. Sein Reichtum stammt hauptsächlich aus Bordellen, Nachtclubs, Immobilien und Medienauftritten.
Ist Prinz Marcus von Anhalt ein echter Prinz?
Nein, rechtlich gesehen nicht. Er kaufte sich 2006 durch eine Adoption von Frédéric Prinz von Anhalt den Namen. In Deutschland gilt dies als Namensbestandteil, nicht als echter Adelstitel. Das Haus Askanien erkennt ihn nicht als Mitglied an.
Warum war Prinz Marcus von Anhalt im Gefängnis?
Er wurde wegen mehrerer Vergehen verurteilt, darunter Steuerhinterziehung von 1,5 Millionen Euro, gefährliche Körperverletzung, Zuhälterei und Menschenhandel. Insgesamt saß er vier Jahre in Haft.
Wo lebt Prinz Marcus von Anhalt aktuell?
Er lebt hauptsächlich in Dubai, besitzt aber auch Immobilien in Los Angeles, Monaco, Fort Lauderdale, St. Gallen und seiner Heimatstadt Pforzheim.
Was macht Prinz Marcus von Anhalt beruflich?
Er ist Unternehmer im Nachtleben- und Rotlichtmilieu. Er betreibt Bordelle, Tabledance-Clubs und investiert in Immobilien. Zudem verdient er Geld durch Reality-TV-Auftritte und Social Media.
Hat Prinz Marcus von Anhalt Kinder?
Ja, er hat eine Tochter mit seiner On-Off-Partnerin Gia. Die Tochter trägt ebenfalls den Adelstitel ihres Vaters.
Wie kam es zur Trennung von Simone Lugner?
Nach dem Kennenlernen im Januar 2026 bei „Rosis Schnitzelparty“ in Kitzbühel scheint die Beziehung bereits im Februar beendet zu sein. Prinz Marcus meldete sich seit dem 26. Januar nicht mehr bei Simone Lugner.
Fazit: Eine polarisierende Persönlichkeit
Prinz Marcus von Anhalt bleibt auch 2026 eine der umstrittensten Persönlichkeiten im deutschsprachigen Raum. Mit seinem gekauften Adelstitel, einem geschätzten Vermögen von über 100 Millionen Euro und zahlreichen Skandalen verkörpert er den Typus des selbstgemachten Millionärs, der sich von bescheidenen Anfängen als Metzgerlehrling zum Rotlicht-König hochgearbeitet hat.
Seine rechtlichen Probleme, Reality-TV-Auftritte und der extravagante Lifestyle sorgen kontinuierlich für Schlagzeilen. Ob Tierquälerei-Vorwürfe, gescheiterte Promi-Romanzen oder Gesundheitsprobleme – der 59-Jährige versteht es, im Gespräch zu bleiben. Für die einen ist er ein erfolgreicher Selfmade-Unternehmer, für die anderen eine kontroverse Medienfigur mit fragwürdigen Geschäftspraktiken.
Fest steht: Langweilig wird es um Prinz Marcus von Anhalt nie – und das wird vermutlich auch in Zukunft so bleiben.
Über den Autor: Dieser Artikel wurde von der Redaktion von Rathausnachrichten.de recherchiert und verfasst. Wir berichten täglich über aktuelle Ereignisse aus Politik, Gesellschaft und Prominenz im DACH-Raum.





