Rob Reiner ist tot. Der legendäre Hollywood-Regisseur und Schauspieler wurde am 14. Dezember 2025 zusammen mit seiner Ehefrau Michele Singer Reiner tot in ihrem Haus in Los Angeles aufgefunden. Reiner wurde 78 Jahre alt. Die Polizei ermittelt wegen Mordes – laut Medienberichten soll der gemeinsame Sohn Nick die Tat begangen haben. Der Filmemacher hinterlässt ein unvergleichliches Vermächtnis mit Klassikern wie „Die Braut des Prinzen“, „Harry und Sally“ und „Eine Frage der Ehre“.
📖 Lesezeit: 6 Minuten | Zuletzt aktualisiert: 15.12.2025
⚠️ Aktuelle Lage (Stand: 15.12.2025):
- Opfer: Rob Reiner (78) und Michele Singer Reiner (65)
- Fundort: Brentwood, Los Angeles
- Todesursache: Stichwunden (laut Medienberichten)
- Verdächtiger: Sohn Nick Reiner (32) laut People Magazine
- Ermittlungen: Mordermittlung der LAPD läuft
Rob Reiner: Was ist passiert?
Am Sonntagnachmittag, dem 14. Dezember 2025, wurde die Feuerwehr von Los Angeles gegen 15:40 Uhr Ortszeit zu einer Adresse in der Chadbourne Avenue im noblen Stadtteil Brentwood gerufen. Dort fanden die Einsatzkräfte einen 78-jährigen Mann und eine etwa 65-jährige Frau leblos vor – Rob Reiner und seine Ehefrau Michele Singer Reiner.
Wenige Minuten später übernahm die Polizei von Los Angeles (LAPD) den Fall. Nach ersten Erkenntnissen weisen beide Opfer Stichwunden auf. Die Straße vor dem Haus wurde weiträumig abgesperrt, zahlreiche Polizeifahrzeuge waren vor Ort. Deputy Police Chief Alan Hamilton kündigte an, die Ermittlungen würden die ganze Nacht andauern.
Die Familie bestätigte den Tod in einer bewegenden Erklärung: „Mit tiefem Schmerz geben wir den tragischen Tod von Michele und Rob Reiner bekannt. Wir sind untröstlich über diesen plötzlichen Verlust und bitten in dieser unglaublich schweren Zeit um Privatsphäre.“
Sohn Nick Reiner unter Verdacht
Laut Berichten des People Magazine soll der 32-jährige Nick Reiner, Sohn des Ehepaars, für die Tat verantwortlich sein. Die Tochter Romy Reiner soll ihre Eltern gefunden haben – Rob sei bereits am Tatort tot gewesen, Michele starb auf dem Weg ins Krankenhaus im Rettungswagen.
Nick Reiner hatte jahrelang mit Drogensucht und Obdachlosigkeit zu kämpfen und war mehr als ein Dutzend Mal in Entzugskliniken. Sein Vater verarbeitete diese schwierige Familiengeschichte 2015 im Film „Being Charlie“, den Nick mitschrieb und Rob inszenierte. In einer Pressekonferenz am Sonntagabend wollte LAPD-Beamter Alan Hamilton die Berichte über Nicks Beteiligung weder bestätigen noch dementieren.
Rob Reiners legendäre Karriere
Rob Reiner wurde am 6. März 1947 in New York City als Sohn der Komiker-Legende Carl Reiner geboren. Seinen Durchbruch feierte er als Schauspieler in der Kultserie „All in the Family“ (1971-1979), wo er neun Staffeln lang den langhaarigen Hippie-Schwiegersohn Michael „Meathead“ Stivic spielte. Für diese Rolle erhielt er zwei Emmy Awards als bester Nebendarsteller.
Doch Reiners wahre Meisterschaft zeigte sich hinter der Kamera. Mit seinem Regiedebüt „This Is Spinal Tap“ (1984) erfand er praktisch das Mockumentary-Genre. Was dann folgte, war eine der beeindruckendsten Erfolgsserien der Filmgeschichte – ähnlich wie große wissenschaftliche Entdeckungen veränderten seine Filme das kulturelle Universum.
Die goldene Ära (1984-1992)
| Jahr | Film | Besonderheit |
|---|---|---|
| 1984 | This Is Spinal Tap | Erfindung des Mockumentary-Genres |
| 1986 | Stand by Me | Coming-of-Age-Klassiker nach Stephen King |
| 1987 | Die Braut des Prinzen | Kultfilm mit unsterblichen Zitaten |
| 1989 | Harry und Sally | Beste romantische Komödie aller Zeiten |
| 1990 | Misery | Oscar für Kathy Bates |
| 1992 | Eine Frage der Ehre | Oscar-Nominierung für Besten Film |
Filmkritiker Roger Ebert nannte „This Is Spinal Tap“ einst „einen der lustigsten Filme aller Zeiten“. Die darauffolgenden Werke bewiesen Reiners außergewöhnliche Vielseitigkeit: Von der Teenager-Nostalgie in „Stand by Me“ über die Fantasy-Romanze „Die Braut des Prinzen“ bis zum psychologischen Horror von „Misery“ – Reiner beherrschte jedes Genre meisterhaft.
Unvergessliche Filmzitate
Viele von Reiners Filmen haben unvergessliche Dialogzeilen in die Popkultur eingebrannt:
- „Ich will das haben, was sie hat.“ – Harry und Sally (gesprochen von Reiners Mutter Estelle)
- „Hallo. Mein Name ist Inigo Montoya. Du hast meinen Vater getötet. Bereite dich auf den Tod vor.“ – Die Braut des Prinzen
- „Sie können die Wahrheit doch gar nicht ertragen!“ – Eine Frage der Ehre
- „Ich bin Ihr größter Fan.“ – Misery
Castle Rock Entertainment
1987 gründete Reiner die Produktionsfirma Castle Rock Entertainment, die zu einem der erfolgreichsten Studios der 1990er Jahre wurde. Neben seinen eigenen Filmen produzierte das Unternehmen Hits wie „In the Line of Fire“ und „Needful Things“. Turner Broadcasting übernahm Castle Rock 1993, doch Reiners Einfluss auf Hollywood blieb ungebrochen.
Michele Singer Reiner: Fotografin und Partnerin
Michele Singer lernte Rob Reiner während der Dreharbeiten zu „Harry und Sally“ kennen – sie arbeitete als Fotografin am Set. Die beiden heirateten 1989 und waren 36 Jahre lang ein Paar. In einem Interview 2024 verriet Rob, dass er wegen Michele das Ende des Films änderte: Ursprünglich sollten Harry und Sally sich trennen, doch seine neue Liebe inspirierte ihn zum Happy End.
Das Paar hat drei gemeinsame Kinder: Jake, Nick und Romy. Zudem adoptierte Rob Reiners Ex-Frau Penny Marshalls Tochter Tracy, die er als seine eigene betrachtete. Tracy Reiner berichtete, sie habe ihren Vater erst am Vortag bei einem Familientreffen gesehen.
Politischer Aktivismus
In seinen späteren Jahren wurde Rob Reiner zu einem der lautesten politischen Stimmen Hollywoods. Er war ein entschiedener Kritiker von Donald Trump und setzte sich vehement für die Demokratische Partei ein. 2024 forderte er öffentlich Joe Biden zum Rücktritt auf und unterstützte anschließend Kamala Harris‘ Präsidentschaftskampagne.
Reiner engagierte sich auch für die gleichgeschlechtliche Ehe und gründete die American Foundation for Equal Rights. Nach Trumps Wahlsieg 2024 zog er sich vorübergehend aus der Öffentlichkeit zurück – wie bei anderen schwierigen Lebensphasen suchte er Zeit für mentale Erholung.
Letztes Projekt: Spinal Tap II
Reiners letzter Film war „Spinal Tap II: The End Continues“, die lang erwartete Fortsetzung seines Debütfilms von 1984. Der Film wurde 2025 veröffentlicht und brachte die Originalbesetzung – Christopher Guest, Michael McKean und Harry Shearer – wieder zusammen. Reiner übernahm erneut die Rolle des fiktiven Dokumentarfilmers Marty DiBergi.
Außerdem trat Reiner 2025 in vier Episoden der gefeierten Hulu-Serie „The Bear“ auf. Ein geplantes Projekt, „Wind River: Rising“, bleibt nun unvollendet.
Reaktionen aus Hollywood
Die Nachricht von Reiners Tod löste eine Welle der Trauer in der Filmbranche aus:
Kathy Bates (Oscar-Gewinnerin für „Misery“): „Ich bin zutiefst erschüttert. Ich habe Rob geliebt. Er war brillant und gütig, ein Mann, der Filme jedes Genres drehte, um sich als Künstler herauszufordern. Er kämpfte auch mutig für seine politischen Überzeugungen. Er hat mein Leben verändert.“
Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom: „Rob war das großherzige Genie hinter so vielen klassischen Geschichten, die wir lieben – von ‚Die Braut des Prinzen‘ bis zu ‚Eine Frage der Ehre‘. Jen und ich sind untröstlich.“
Los Angeles‘ Bürgermeisterin Karen Bass: „Dies ist ein verheerender Verlust für unsere Stadt und unser Land. Rob Reiners Beiträge hallen durch die gesamte amerikanische Kultur.“
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wann ist Rob Reiner gestorben?
Rob Reiner wurde am 14. Dezember 2025 tot in seinem Haus in Brentwood, Los Angeles, aufgefunden. Er wurde 78 Jahre alt. Die genauen Todesumstände werden derzeit von der Polizei untersucht.
Wie ist Rob Reiner gestorben?
Nach Medienberichten starben Rob Reiner und seine Frau Michele durch Stichwunden. Die LAPD führt eine Mordermittlung durch. Laut People Magazine wird der Sohn Nick Reiner (32) verdächtigt.
Welche Filme hat Rob Reiner gedreht?
Rob Reiners bekannteste Filme sind „This Is Spinal Tap“ (1984), „Stand by Me“ (1986), „Die Braut des Prinzen“ (1987), „Harry und Sally“ (1989), „Misery“ (1990) und „Eine Frage der Ehre“ (1992). Sein letzter Film war „Spinal Tap II“ (2025).
Wer war Michele Singer Reiner?
Michele Singer Reiner war eine Fotografin, die Rob Reiner 1989 während der Dreharbeiten zu „Harry und Sally“ kennenlernte. Das Paar war 36 Jahre verheiratet und hat drei Kinder: Jake, Nick und Romy.
In welcher Serie spielte Rob Reiner mit?
Rob Reiner spielte von 1971 bis 1979 die Rolle des Michael „Meathead“ Stivic in der CBS-Sitcom „All in the Family“. Für diese Rolle gewann er zwei Emmy Awards als bester Nebendarsteller in einer Comedyserie (1974 und 1978).
Fazit: Ein Vermächtnis für die Ewigkeit
Rob Reiner war mehr als ein Filmemacher – er war ein Geschichtenerzähler, der Generationen prägte. Seine Filme brachten uns zum Lachen, zum Weinen und zum Nachdenken. Von der satirischen Brillanz von „Spinal Tap“ bis zur zeitlosen Romantik von „Harry und Sally“ schuf er Werke, die auch künftige Generationen inspirieren werden. Mit seinem Tod verliert Hollywood einen seiner vielseitigsten Künstler und warmherzigsten Menschen.
Die Ermittlungen der LAPD dauern an. Wir aktualisieren diesen Artikel, sobald neue Informationen vorliegen.
Über den Autor
Redaktion Rathausnachrichten | Nachrichten & Kultur
Unser Redaktionsteam berichtet über aktuelle Ereignisse aus Kultur, Film und Gesellschaft.
Quellen: NBC News, Variety, Hollywood Reporter, TMZ






