Meteorologen schlagen Alarm: Am Montag, 26. Januar 2026, droht Deutschland ein massives Schnee-Unwetter. Ein sogenanntes Vb-Tief aus dem Mittelmeerraum bringt ergiebige Schneefälle und kann im Berufsverkehr für Chaos auf den Straßen sorgen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor winterlichen Straßenverhältnissen in weiten Teilen des Landes.
Ein Vb-Tief (sprich: „Fünf-b-Tief“) ist ein Tiefdruckgebiet, das von der Adria über Österreich und Tschechien nach Norden zieht. Diese Zugbahn ist bekannt für ergiebige Schneefälle und verursachte in der Vergangenheit mehrfach extreme Wetterereignisse in Deutschland.
Das Wichtigste in Kürze
• Datum: Montag, 26. Januar 2026 – Chaos im Berufsverkehr erwartet
• Schneemengen: 5 bis 15 cm Neuschnee, regional bis zu 16 cm möglich
• Betroffene Regionen: Streifen von der Ostsee bis zu den Alpen, besonders Bayern und Osten
• Beginn: Ab Sonntagabend setzt Schneefall ein, verstärkt in der Nacht zum Montag
• Glatteisgefahr: Gefrierender Regen in Bayern und im Osten möglich
• Temperaturen: Dauerfrost im Osten, -1 bis +3 Grad im Rest des Landes
Vb-Tief bringt Schnee aus dem Mittelmeerraum
Die Wetterlage ist für Deutschland typisch gefährlich: Ein Tiefdruckgebiet über Norditalien nimmt eine sogenannte Vb-artige Zugbahn und wandert über den Alpenraum und Tschechien zur deutsch-polnischen Grenze. Dabei saugt es feuchtwarme Luftmassen aus dem Mittelmeer an, die auf die kalte Kontinentalluft über Deutschland treffen.
„Eine Vb-Wetterlage kommt auf Deutschland zu“, erklärt Jan Schenk, Meteorologe von The Weather Channel Deutschland. „Es droht kräftiger Schneefall am Wochenende, insbesondere zum Berufsverkehr am Montagmorgen.“
Bereits ab Sonntagabend breiten sich die Niederschläge von Süden her über Deutschland aus. In der Nacht zum Montag erreicht das Tiefdruckgebiet gegen 3 Uhr morgens die Bundesrepublik und sorgt für erhebliche Probleme.

Bis zu 16 Zentimeter Neuschnee erwartet
Die Wettermodelle prognostizieren erhebliche Schneemengen für den Wochenstart. Klimatologe Dr. Karsten Brandt von „Donnerwetter.de“ rechnet allein für Hannover mit bis zu 16 Zentimetern Neuschnee am Montag. Zum morgendlichen Berufsverkehr könnten dort bereits zehn Zentimeter zusammenkommen.
„Am Montagmorgen ist alles dabei. Eisregen und Schnee“, warnt Diplom-Meteorologe Dominik Jung von „Wetter.net“. „Das bedeutet Chaos auf den Straßen.“
| Region | Erwartete Schneemenge |
|---|---|
| Hannover | bis 16 cm |
| Raum Leipzig – Hannover | bis 10 cm |
| Nürnberg – Karlsbad | 10 bis 40 cm |
| Südosten (Bayern) | bis 15 cm |
| Mittelgebirge (Harz, Erzgebirge) | überdurchschnittlich viel |
| Alpen | um 10 cm in 12 Stunden |
Besonders betroffen: Streifen zwischen Ostsee und Alpen
Die Hauptschneefallzone erstreckt sich über einen breiten Streifen von der Ostsee bis zu den Alpen. Besonders betroffen sind laut DWD-Prognose Brandenburg, Sachsen, Thüringen und Bayern. In diesen Regionen können die winterlichen Straßenverhältnisse den Berufsverkehr massiv beeinträchtigen.
„Am Montag sieht es dann in Bayern und im Osten bei Höchstwerten um oder wenig über 0 Grad nach mehr Schnee beziehungsweise Neuschnee und eventuell gefrierendem Regen aus“, warnt Diplom-Meteorologe Jürgen Schmidt von „WetterKontor“. „Da könnte es dann gefährlich glatt werden.“
Im Nordwesten und äußersten Westen Deutschlands bleibt es hingegen weitgehend verschont. Dort können die Temperaturen auf bis zu 6 Grad steigen, sodass der Niederschlag als Regen fällt.

DWD-Warnung: Erhebliche Glätte am Montagmorgen
Der Deutsche Wetterdienst warnt in seiner aktuellen Prognose vor gefährlichen Straßenverhältnissen. In der Nacht zum Montag breiten sich die Niederschläge von Süden über die Mitte Richtung Norden aus – zeitweise als Schneefall mit erheblicher Glätte, im Osten auch als gefrierender Regen.
DWD-Wochenvorhersage für Montag, 26. Januar
• Bedeckt und weitere Schneefälle
• Im äußersten Osten eventuell auch Regen mit Glatteisgefahr
• Höchstwerte im Osten -1 bis +2 Grad, sonst -1 bis +3 Grad
• Am Oberrhein bis 6 Grad
• Wind schwach bis mäßig aus Nordost, im Süden aus West
• An den Küsten stark böig auffrischend
Gefährlicher Mix: Kälte aus dem Osten trifft auf Mittelmeerluft
Die besondere Gefährlichkeit der aktuellen Wetterlage ergibt sich aus dem Zusammentreffen zweier Luftmassen. Eisige Kaltluft aus Osteuropa hält sich hartnäckig über dem Osten Deutschlands, während feuchte, mildere Luft aus dem Mittelmeerraum von Süden heranströmt.
Dieser Kontrast führt zu intensiven Niederschlägen. Wo die Temperaturen unter dem Gefrierpunkt liegen, fällt Schnee. Besonders tückisch: In der Übergangszone kann es zu gefrierendem Regen kommen, der auf den kalten Böden sofort zu Eis wird – die gefährlichste Form von Winterglätte.
Was Autofahrer jetzt wissen müssen
Wer am Montagmorgen ins Auto steigen muss, sollte sich auf erhebliche Verzögerungen einstellen. Der Berufsverkehr wird in vielen Regionen massiv beeinträchtigt sein. Experten raten zu besonderer Vorsicht und längeren Fahrzeiten.
| Empfehlung | Details |
|---|---|
| Früher losfahren | Mindestens 30–60 Minuten mehr Zeit einplanen |
| Winterreifen prüfen | Profiltiefe und Luftdruck kontrollieren |
| Auto freischaufeln | Alle Scheiben, Dach und Scheinwerfer von Schnee befreien |
| Abstand halten | Bremsweg verlängert sich auf Schnee und Eis erheblich |
| Homeoffice prüfen | Wenn möglich, unnötige Fahrten vermeiden |

Schulausfall möglich – Eltern sollten informiert bleiben
Bei extremen Witterungsverhältnissen können Landkreise und Städte den Präsenzunterricht an Schulen aussetzen. Die Entscheidung wird in der Regel am frühen Morgen getroffen und über verschiedene Kanäle kommuniziert.
Wichtig für Eltern: Auch ohne offiziellen Schulausfall dürfen Erziehungsberechtigte ihre Kinder zu Hause behalten, wenn sie eine unzumutbare Gefährdung auf dem Schulweg durch extreme Witterung befürchten. Dies gilt insbesondere für Schüler im Primar- und Sekundarbereich I.
Informationen zu Schulausfällen gibt es auf den Websites der jeweiligen Landkreise, über Warn-Apps wie BIWAPP oder KATWARN sowie direkt über die Schulen.
Ausblick: So geht es nach dem Montag weiter
Nach dem Schneechaos am Montag ist noch keine vollständige Entspannung in Sicht. Der DWD prognostiziert für Dienstag meist stark bewölktes Wetter. Im Nordosten kann anfangs noch etwas Schnee fallen. Am Nachmittag setzen im Westen und Südwesten neue Niederschläge ein – teils als Schnee, teils als Regen. Örtlich besteht erneut Glatteisgefahr.
Die Temperaturen bewegen sich von Nordost nach Südwest zwischen 0 und 7 Grad. Erst zur Wochenmitte könnte sich von Westen her Tauwetter durchsetzen, während es im Osten winterlich bleibt.
Häufige Fragen zum Schneechaos am Montag
Wann genau beginnt der Schneefall am Montag?
Der Schneefall setzt bereits am Sonntagabend im Süden Deutschlands ein und breitet sich in der Nacht zum Montag nach Norden aus. Das Tiefdruckgebiet erreicht Deutschland gegen 3 Uhr morgens. Zum morgendlichen Berufsverkehr können bereits erhebliche Schneemengen gefallen sein.
Welche Regionen sind am stärksten betroffen?
Besonders betroffen ist ein breiter Streifen von der Ostsee bis zu den Alpen. Die Hauptschneefallzone liegt über Brandenburg, Sachsen, Thüringen und Bayern. In den Mittelgebirgen (Harz, Erzgebirge, Bayerischer Wald) werden überdurchschnittliche Schneemengen erwartet. Der äußerste Westen und Norden bleiben weitgehend verschont.
Wie viel Schnee wird erwartet?
Der DWD prognostiziert flächendeckend 5 bis 10 Zentimeter Neuschnee. Regional können bis zu 15 Zentimeter fallen, in Hannover sogar bis zu 16 Zentimeter. Im Raum Nürnberg–Karlsbad sind nach einzelnen Modellen sogar 10 bis 40 Zentimeter möglich.
Droht auch Glatteis?
Ja, besonders in Bayern und im Osten Deutschlands kann es zu gefrierendem Regen kommen. Wenn Regen auf die gefrorenen Böden trifft, bildet sich sofort eine Eisschicht. Diese Form der Glätte ist besonders gefährlich und kann den Verkehr erheblich behindern.
Fällt am Montag die Schule aus?
Das hängt von der Entscheidung der jeweiligen Landkreise ab. Bei extremen Witterungsverhältnissen können Schulträger den Präsenzunterricht aussetzen. Die Entscheidung wird meist am frühen Morgen getroffen. Eltern können ihre Kinder bei Gefahr auf dem Schulweg auch eigenständig zu Hause behalten.
Fazit: Montag wird für Pendler zur Geduldsprobe
Das Zusammentreffen von Vb-Tief und kalter Kontinentalluft sorgt am Montag für eine heikle Wetterlage. Wer auf das Auto angewiesen ist, sollte sich auf deutlich längere Fahrzeiten einstellen und die aktuellen Warnungen des DWD im Blick behalten. Homeoffice oder öffentliche Verkehrsmittel können eine Alternative sein – sofern auch der Bahnverkehr nicht beeinträchtigt ist. Der Winter 2026 zeigt einmal mehr, dass er noch nicht vorbei ist.
Aktuelle Wetterwarnungen abrufen
Informieren Sie sich regelmäßig über die aktuellen Warnungen des Deutschen Wetterdienstes unter dwd.de oder nutzen Sie die DWD-WarnWetter-App. Auch die Warn-Apps NINA, KATWARN und BIWAPP informieren über Unwetter in Ihrer Region.






