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Home Gesundheit

Stiftung Warentest Vitamin D: Nur 2 Präparate geeignet

by Rathaus Nachrichten
15. Dezember 2025
in Gesundheit
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Stiftung Warentest Vitamin D: Nur 2 Präparate geeignet
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⏱️ Lesezeit: 6 Minuten | Zuletzt aktualisiert: 15.12.2025

Die Stiftung Warentest hat 25 Vitamin D Präparate getestet – und das Ergebnis ist ernüchternd: Nur zwei Produkte sind uneingeschränkt empfehlenswert. Von fünf Mitteln raten die Experten sogar ausdrücklich ab – sie können bei dauerhafter Einnahme zu Nierenschäden führen. Im aktuellen Test (Heft 1/2026) zeigt sich: Viele Präparate sind zu hoch dosiert oder mit unnötigen Zusatzstoffen kombiniert. Alle Ergebnisse, die Testsieger und wer Vitamin D wirklich braucht.

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Das Wichtigste in Kürze:

  • Getestet: 25 Vitamin-D-Nahrungsergänzungsmittel
  • Geeignet: Nur 2 Produkte
  • Mit Einschränkung geeignet: 13 Produkte
  • Nicht geeignet: 5 Produkte (Risiko für Nierenschäden)
  • Empfohlene Tagesdosis: Max. 800 I.E. (20 Mikrogramm)
  • Preise: 2 bis 28 Euro pro Packung

Stiftung Warentest Vitamin D Test 2025: Die Ergebnisse

Im aktuellen Test der Stiftung Warentest wurden 25 Vitamin-D-Nahrungsergänzungsmittel aus Drogerien, Supermärkten und Apotheken untersucht. Die Produkte wurden zwischen Mai und Juni 2025 eingekauft, die Preise im Oktober 2025 erhoben.

Das ernüchternde Fazit: Viele Menschen, die Vitamin D schlucken, brauchen es gar nicht. Und von den getesteten Produkten können nur zwei uneingeschränkt empfohlen werden.

BewertungAnzahl ProdukteKriterien
Geeignet2Max. 800 I.E. pro Tag, korrekte Dosierung
Mit Einschränkung geeignet13800–1.000 I.E. oder Abweichungen im Gehalt
Wenig geeignet5Über 1.000 I.E. oder unnötige Zusatzstoffe
Nicht geeignet5Überschreiten der tolerierbaren Obergrenze

Vitamin D Testsieger: Welche Präparate sind geeignet?

Die Stiftung Warentest bewertet Präparate als „geeignet“, wenn sie folgende Kriterien erfüllen:

  • Tagesdosis von maximal 800 I.E. (Internationale Einheiten)
  • Entspricht der Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE)
  • Hält die BfR-Höchstmengenempfehlung ein
  • Keine unnötigen Zusatzstoffe
  • Korrekter Wirkstoffgehalt

Nur zwei der 25 getesteten Produkte erfüllen alle diese Anforderungen. Die vollständigen Testergebnisse mit Produktnamen sind kostenpflichtig bei test.de für 4,90 Euro abrufbar.

Diese Produkte sind nicht empfehlenswert

Von fünf Produkten im Test rät die Stiftung Warentest ausdrücklich ab. Der Grund: Die Vitamin-D-Tagesdosis dieser Mittel ist für mindestens eine Altersgruppe größer oder gleich der tolerierbaren Obergrenze für die tägliche dauerhafte Gesamtaufnahme.

⚠️ Warnung der Stiftung Warentest:

Zu hoch dosierte Vitamin-D-Präparate können bei dauerhafter Einnahme der Gesundheit schaden. Im schlimmsten Fall drohen Nierenschäden. Höhere Dosierungen und Depotpräparate sollten nur unter ärztlicher Kontrolle eingenommen werden.

Das wurde getestet: Tabletten, Kapseln und Tropfen

Im Test waren verschiedene Darreichungsformen vertreten:

  • Tabletten mit Vitamin D3
  • Kapseln mit Vitamin D3 oder D2
  • Tropfen mit Vitamin D3
  • Safthaltige Drinks

Die Tagesdosen variierten stark: von 200 bis 4.000 I.E. (Internationale Einheiten). Einige Produkte enthielten zusätzlich Vitamin K2, Magnesium, Selen oder Zink – Kombinationen, deren Nutzen laut Stiftung Warentest wissenschaftlich nicht belegt ist.

Getestete Marken im Überblick

Im Test waren bekannte Marken aus Drogerie, Supermarkt und Apotheke vertreten:

KategorieMarken
ApothekenmarkenAbtei, Doppelherz, Tetesept
DrogeriemarkenMivolis (dm), Altapharma (Rossmann)
WeitereRotbäckchen und weitere

Bei zwei Produkten stellten die Tester im Labor deutliche Unterschiede zwischen dem angegebenen und dem tatsächlichen Vitamin-D-Gehalt fest.

Wer braucht Vitamin D wirklich?

Die Stiftung Warentest betont: Gesunde Menschen mit ausreichender Versorgung profitieren nicht von der Einnahme eines Vitamin-D-Präparats. Rund 40 Prozent der Deutschen nehmen dennoch solche Mittel – oft ohne Nutzen.

Für bestimmte Risikogruppen kann eine Vitamin-D-Supplementierung jedoch sinnvoll sein:

  • Menschen ab 65 Jahren: Die Fähigkeit der Haut, Vitamin D zu bilden, nimmt im Alter ab
  • Pflegebedürftige und chronisch Kranke: Wer selten an die frische Luft kommt
  • Menschen mit dunkler Hautfarbe: In sonnenarmen Breiten wie Deutschland
  • Personen mit starker Adipositas: Erhöhtes Risiko für niedrigen Vitamin-D-Spiegel
  • Menschen mit chronischen Erkrankungen: Der Nebenschilddrüse, Niere oder des Magen-Darm-Trakts
  • Vollständig verhüllte Personen: Die aus religiösen Gründen nur bedeckt nach draußen gehen

Die richtige Dosierung laut BfR und DGE

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) geben klare Empfehlungen:

EmpfehlungWert
DGE-Empfehlung (tägliche Zufuhr)800 I.E. (20 µg)
BfR-Höchstmenge für Nahrungsergänzungsmittel800 I.E. (20 µg)
EFSA-tolerierbare Obergrenze (Erwachsene)4.000 I.E. (100 µg)
Umrechnung1 I.E. = 0,025 µg

Wichtig: Diese Empfehlungen gelten für Menschen, die selbst kein Vitamin D über die Haut herstellen können. Vor der Einnahme sollte versucht werden, eine angemessene Versorgung auf natürlichem Weg (Sonne und Ernährung) zu erreichen.

Vitamin D: Was sagt die Wissenschaft?

Die Stiftung Warentest hat wissenschaftliche Studien zu Nutzen und Risiken von Vitamin-D-Präparaten gesichtet. Die wichtigsten Erkenntnisse:

  • Knochengesundheit: Vitamin D ist nachweislich wichtig für Knochen und Muskeln
  • Kein Schutz vor Krebs: Laut DGE-Auswertung von 2020 nicht belegt
  • Kein Schutz vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Wissenschaftlich nicht nachgewiesen
  • Kein Schutz vor Diabetes Typ 2: Keine ausreichende Evidenz

Eine US-amerikanische Langzeitstudie mit 26.000 Teilnehmern, die 2025 endete, zeigte nach fünf Jahren keine signifikant geringere Rate von Krebs oder Herz-Kreislauf-Ereignissen durch Vitamin-D-Supplementierung.

Vitamin-D-Mangel: Ab wann ist er kritisch?

Nach Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) bleiben rund 55 Prozent der Erwachsenen in Deutschland bei einer einmaligen Messung unter dem empfohlenen Wert von 50 Nanomol pro Liter – allerdings meist nur leicht.

  • Optimaler Wert: mindestens 50 Nanomol pro Liter Serum
  • Mangelhaft: unter 30 Nanomol pro Liter (erhöhtes Risiko für Osteoporose)
  • Ca. 15 % der Erwachsenen haben Werte unter 30 Nanomol pro Liter

💡 Tipp der Stiftung Warentest:

Ein Vitamin-D-Bluttest kostet privat etwa 20 Euro. Die Krankenkasse zahlt, wenn ein Verdacht auf Mangel besteht – das liegt im Ermessen des Arztes. Der Standardmarker ist 25-Hydroxyvitamin D.

Natürliche Vitamin-D-Quellen

Bevor Sie zu Präparaten greifen, können Sie Ihren Vitamin-D-Spiegel auf natürliche Weise erhöhen:

  • Sonnenlicht: 2–3 Mal pro Woche Gesicht und Arme ungeschützt der Sonne aussetzen (Frühjahr bis Herbst)
  • Fetter Fisch: Lachs, Hering, Makrele
  • Eier: Eigelb enthält Vitamin D
  • Pilze: Besonders wenn sie UV-Licht ausgesetzt waren
  • Angereicherte Lebensmittel: Margarine, einige Milchprodukte

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welche Vitamin D Präparate empfiehlt Stiftung Warentest?

Im aktuellen Test (Dezember 2025) bewertet die Stiftung Warentest nur zwei von 25 Vitamin-D-Nahrungsergänzungsmitteln als „geeignet“. Diese enthalten maximal 800 I.E. pro Tag und halten die Empfehlungen von BfR und DGE ein. Die genauen Produktnamen sind kostenpflichtig bei test.de abrufbar. 13 weitere Produkte sind „mit Einschränkung geeignet“.

Wie viel Vitamin D sollte man täglich nehmen?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) und das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfehlen maximal 800 I.E. (20 Mikrogramm) Vitamin D pro Tag als Nahrungsergänzung. Diese Menge ist auch bei Berücksichtigung weiterer Vitamin-D-Quellen langfristig unbedenklich. Höhere Dosierungen sollten nur unter ärztlicher Kontrolle eingenommen werden.

Braucht jeder Mensch Vitamin D Präparate?

Nein. Laut Stiftung Warentest profitieren gesunde Menschen mit ausreichender Versorgung nicht von Vitamin-D-Präparaten. Sinnvoll können sie für Risikogruppen sein: Menschen ab 65 Jahren, Pflegebedürftige, Menschen mit dunkler Hautfarbe, Personen mit starker Adipositas oder chronischen Erkrankungen. Vor der Einnahme sollte versucht werden, den Bedarf über Sonne und Ernährung zu decken.

Können Vitamin D Präparate schaden?

Ja, bei dauerhafter Überdosierung. Die Stiftung Warentest warnt vor fünf Produkten im Test, die bei langfristiger Einnahme zu Nierenschäden führen können. Vitamin D ist fettlöslich und kann sich im Körper anreichern. Präparate mit einer Tagesdosis über 1.000 I.E. überschreiten die BfR-Empfehlungen und sollten nur nach ärztlicher Rücksprache eingenommen werden.

Ist Vitamin D mit K2 sinnvoll?

Die Stiftung Warentest bewertet Kombinationspräparate mit Vitamin K2, Magnesium, Selen oder Zink kritisch. Aus ernährungswissenschaftlicher und -medizinischer Sicht ist ein Nutzen dieser Kombinationen nicht belegt. Die Allgemeinbevölkerung ist mit diesen zusätzlichen Stoffen in der Regel ohnehin gut versorgt. Produkte mit solchen Kombinationen werden als „wenig geeignet“ eingestuft.

Fazit: Stiftung Warentest Vitamin D Test 2025

Der aktuelle Stiftung Warentest Vitamin D Test zeigt: Nur zwei von 25 Präparaten sind uneingeschränkt empfehlenswert. Viele Produkte sind zu hoch dosiert, enthalten unnötige Zusatzstoffe oder können bei dauerhafter Einnahme sogar schaden.

Die wichtigsten Erkenntnisse:

  • Maximal 800 I.E. pro Tag bei Selbstmedikation
  • Gesunde Menschen brauchen meist keine Präparate
  • Risikogruppen sollten mit dem Arzt sprechen
  • Höhere Dosen nur unter ärztlicher Kontrolle

Eine neue S3-Leitlinie „Beratung zur Vitamin-D-Substitution“ soll bis Ende März 2026 mehr Klarheit bringen.


Über den Autor

Redaktion Rathausnachrichten | Gesundheit & Verbraucher

Unsere Redaktion berichtet über aktuelle Verbraucherthemen und Testergebnisse. Dieser Artikel basiert auf dem aktuellen Vitamin-D-Test der Stiftung Warentest (test 1/2026, veröffentlicht 15.12.2025) sowie Informationen des Deutschen Ärzteblatts, des BfR und der DGE.


Quellen: Stiftung Warentest, Deutsches Ärzteblatt, Bundesinstitut für Risikobewertung, Deutsche Gesellschaft für Ernährung

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