Verdi Streik am Montag, 3. Februar 2026: Die Gewerkschaft ruft bundesweit zum Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr auf. Wir zeigen dir, welche Städte betroffen sind und was Pendler jetzt wissen müssen.
Was passiert beim Verdi Streik am Montag?
Die Gewerkschaft Verdi hat für Montag, den 3. Februar 2026, zu einem bundesweiten Warnstreik im kommunalen Nahverkehr aufgerufen. Der Ausstand beginnt um 3 Uhr morgens und dauert 24 Stunden bis Dienstag, 3 Uhr. Betroffen sind knapp 100.000 Beschäftigte in 150 städtischen Verkehrsunternehmen und Busbetrieben.
Verdi-Verhandlungsführer Jan Bleckert erklärte: „Wir akzeptieren nicht, dass die kommunalen Arbeitgeber die Beschäftigten mit der ständigen Androhung von Leistungskürzungen und Preiserhöhungen für Fahrgäste erpressen wollen.“
Streik-Zeitraum: Montag, 3. Februar 2026, 3:00 Uhr bis Dienstag, 4. Februar 2026, 3:00 Uhr
Betroffene: Busse, U-Bahnen, Straßenbahnen der kommunalen Verkehrsbetriebe
Nicht betroffen: S-Bahnen, Regionalzüge der Deutschen Bahn

Diese Städte sind vom ÖPNV-Streik betroffen
Der Warnstreik betrifft nahezu alle Bundesländer. Nur in Niedersachsen gilt noch die Friedenspflicht. Hier die Übersicht der betroffenen Städte nach Bundesländern:
| Bundesland | Betroffene Städte |
|---|---|
| Nordrhein-Westfalen | Köln, Düsseldorf, Dortmund, Duisburg, Oberhausen, Gelsenkirchen, Bielefeld |
| Baden-Württemberg | Stuttgart, Karlsruhe, Heilbronn, Freiburg, Baden-Baden, Esslingen, Konstanz |
| Hessen | Frankfurt, Kassel, Wiesbaden, Gießen, Marburg |
| Bayern | München, Nürnberg und weitere Städte |
| Berlin | BVG: U-Bahn, Tram, Busse (S-Bahn fährt) |
| Bremen | BSAG: Busse und Straßenbahnen |
| Schleswig-Holstein | Kiel, Lübeck, Neumünster, Flensburg |
Wichtig: Die Aachener Verkehrsbetriebe (Aseag) sind von den Tarifverhandlungen ausgenommen und daher nicht vom Streik betroffen.
Was fährt trotz Verdi Streik?
Nicht alle Verkehrsmittel sind vom Warnstreik betroffen. Diese Verbindungen sollen planmäßig fahren:
- S-Bahnen – werden von der Deutschen Bahn betrieben
- Regionalzüge – fallen nicht unter den kommunalen Tarifvertrag
- Private Busunternehmen – fahren im Auftrag der Verkehrsbetriebe teilweise weiter
- Fernverkehr – ICE und IC sind nicht betroffen

Warum streikt Verdi?
Die Gewerkschaft fordert in den laufenden Tarifverhandlungen bessere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten im kommunalen Nahverkehr. Die wichtigsten Forderungen sind:
- Höhere Zuschläge für Überstunden, Nachtarbeit und Wochenendarbeit
- Verkürzung der Wochenarbeitszeit
- Kürzere Schichtzeiten und längere Ruhezeiten
- Mindestruhezeit von elf Stunden zwischen Schichten
- Zusätzliche Urlaubstage
Die Arbeitgeber legten bei der ersten Verhandlungsrunde kein Angebot vor. Sie verwiesen auf die „katastrophale Finanzlage“ vieler Städte und Gemeinden. Zusatzkosten durch höhere Zulagen seien nicht finanzierbar.
BVG prüft rechtliche Schritte gegen Streik
Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) kritisieren den Streikaufruf scharf. Das Unternehmen appelliert an Verdi, den Streik angesichts der aktuellen Wetterlage mit Eisregen zurückzunehmen. Falls das nicht gelingt, will die BVG rechtliche Schritte einleiten – möglicherweise eine einstweilige Verfügung.
Verdi verteidigte die Arbeitskampfmaßnahmen: „Die Beschäftigten im ÖPNV stehen unter hoher Belastung durch extrem ungünstige Arbeitszeiten, Schichtarbeit und ständigen Zeitdruck.“

Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wann ist der Verdi Streik im ÖPNV?
Der bundesweite Warnstreik beginnt am Montag, 3. Februar 2026, um 3:00 Uhr und dauert 24 Stunden bis Dienstag, 4. Februar 2026, um 3:00 Uhr.
Fährt die S-Bahn trotz Streik?
Ja, S-Bahnen und Regionalzüge sind nicht betroffen, da sie von der Deutschen Bahn betrieben werden und nicht unter den kommunalen Tarifvertrag fallen.
Welche Städte sind vom Streik betroffen?
Betroffen sind fast alle großen Städte in Deutschland, darunter Berlin, München, Köln, Düsseldorf, Frankfurt, Stuttgart, Dortmund und Hamburg. Nur in Niedersachsen gilt noch die Friedenspflicht.
Warum streikt Verdi im Nahverkehr?
Es geht diesmal nicht um Gehälter, sondern um bessere Arbeitsbedingungen: höhere Zuschläge für Überstunden und Nachtarbeit, kürzere Schichtzeiten, längere Ruhezeiten und zusätzliche Urlaubstage.
Wann wird wieder verhandelt?
Die Tarifverhandlungen werden am 9. Februar fortgesetzt. Bis dahin könnten weitere Warnstreiks folgen, da die Friedenspflicht seit dem 1. Januar nicht mehr gilt.
Fazit: Verdi Streik legt ÖPNV bundesweit lahm
Der Verdi Streik am Montag wird den öffentlichen Nahverkehr in zahlreichen deutschen Großstädten zum Erliegen bringen. Pendler sollten sich rechtzeitig nach Alternativen umsehen: S-Bahnen, Regionalzüge oder Fahrgemeinschaften. Die Verhandlungen zwischen Gewerkschaft und Arbeitgebern sind festgefahren – weitere Streiks sind daher nicht ausgeschlossen.






