Høiby Prozess: Verteidigung plädiert – drohen dem Sohn der Kronprinzessin sieben Jahre Haft?
Wie wird die Verteidigung auf die Forderung der Staatsanwaltschaft im Høiby Prozess reagieren? Dem ältesten Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit werden Vergewaltigung, Missbrauch und Drogenkonsum vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft fordert eine Haftstrafe von über sieben Jahren. Am heutigen Donnerstag wird im Mammut-Prozess in Oslo voraussichtlich das Urteil erwartet.

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- Høiby Prozess: Verteidigung plädiert – drohen dem Sohn der Kronprinzessin sieben Jahre Haft?
- Was wird Marius Borg Høiby vorgeworfen?
- Die „Frogner-Frau“ im Fokus des Høiby Prozess
- Wie hoch sind die geforderten Entschädigungen im Høiby Prozess?
- Wie geht es jetzt weiter im Høiby Prozess?
- Häufig gestellte Fragen
Die wichtigsten Fakten
- Die Staatsanwaltschaft fordert sieben Jahre und sieben Monate Haft für Marius Borg Høiby.
- Ihm werden Vergewaltigung, Missbrauch, Drogen- und Verkehrsdelikte zur Last gelegt.
- Die Anklage umfasst insgesamt 40 Punkte, wobei sich 20 auf eine Ex-Freundin beziehen.
- Die mutmaßlichen Opfer fordern Entschädigungen in Höhe von insgesamt 177.000 Euro.
Was wird Marius Borg Høiby vorgeworfen?
Marius Borg Høiby, der Sohn der norwegischen Kronprinzessin, steht wegen einer Vielzahl von Anklagepunkten vor Gericht. Diese reichen von Vergewaltigung in vier Fällen nach norwegischem Recht, inklusive eines Falls mit Penetration, bis hin zu häuslicher Gewalt gegen zwei Ex-Freundinnen. Zudem werden ihm Drogen- und Verkehrsdelikte zur Last gelegt. Die Staatsanwaltschaft ist überzeugt, dass Høiby die Frauen im Schlaf vergewaltigt und die Taten gefilmt hat. (Lesen Sie auch: Prozess in Norwegen: Gefängnis für den „Bonus-Prinzen“?…)
Die „Frogner-Frau“ im Fokus des Høiby Prozess
Im August 2024 begannen die Ermittlungen gegen Marius Borg Høiby, nachdem ein Vorfall in der Wohnung einer seiner Ex-Freundinnen, die in norwegischen Medien als „Frogner-Frau“ bezeichnet wird, bekannt wurde. Wie Stern berichtet, beziehen sich 20 der insgesamt 40 Anklagepunkte auf diese Frau. Die Staatsanwaltschaft fordert zudem ein zweijähriges Kontaktverbot zu ihr.
Die Staatsanwaltschaft fordert eine Verurteilung in 39 von 40 Anklagepunkten. Lediglich in einem Fall soll Høiby freigesprochen werden, da er die „Frogner-Frau“ versehentlich angerufen haben soll. (Lesen Sie auch: Prozess in Norwegen: „Er hat große Angst“:…)
Wie hoch sind die geforderten Entschädigungen im Høiby Prozess?
Alle mutmaßlichen Opfer haben im Prozess ausgesagt. Ihre Anwälte forderten am Mittwoch Entschädigungen in Höhe von insgesamt 1,95 Millionen norwegischen Kronen, was umgerechnet etwa 177.000 Euro entspricht. Diese Summe soll die erlittenen Schäden der Frauen kompensieren.
Wie geht es jetzt weiter im Høiby Prozess?
Mit den Plädoyers der Verteidiger von Marius Borg Høiby geht der Prozess voraussichtlich am heutigen Donnerstag zu Ende. Die Schlussworte der Verteidigung werden mit Spannung erwartet, da sie auf die lange Haftstrafe reagieren müssen, die die Staatsanwaltschaft gefordert hat. Es bleibt abzuwarten, ob die Verteidigung mildernde Umstände geltend machen oder auf einen Freispruch in einzelnen Anklagepunkten plädieren wird. Das Urteil wird in den kommenden Tagen erwartet. (Lesen Sie auch: Marius Høiby Untersuchungshaft: Prozess überraschend Unterbrochen)
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Informationen zum Thema Vergewaltigung im deutschen Strafrecht
Häufig gestellte Fragen
Welche Strafe droht Marius Borg Høiby im Falle einer Verurteilung?
Die Staatsanwaltschaft fordert eine Haftstrafe von sieben Jahren und sieben Monaten. Die tatsächliche Strafe kann jedoch je nach Urteil des Gerichts variieren.

Was sind die Hauptvorwürfe im Høiby Prozess?
Die Hauptvorwürfe umfassen vier Fälle von Vergewaltigung, häusliche Gewalt gegen Ex-Freundinnen sowie Drogen- und Verkehrsdelikte. (Lesen Sie auch: Høiby Prozess: Zeugin Beschreibt Party als „lame“?)





