Der Todestag von Guido Westerwelle jährt sich am 18. März 2026 zum zehnten Mal. Aus diesem Anlass strahlt die ARD eine 90-minütige Dokumentation mit dem Titel „Westerwelle“ aus. Der Film zeichnet das Leben des ehemaligen FDP-Vorsitzenden und Außenministers nach und lässt zahlreiche seiner politischen Weggefährten zu Wort kommen.

Guido Westerwelle: Aufstieg und Fall eines Politikers
Guido Westerwelle, geboren am 27. Dezember 1961 in Bad Honnef, war einer der profiliertesten deutschen Politiker der Nachwendezeit. Er begann seine politische Karriere in der FDP und stieg schnell auf. Bereits mit 32 Jahren wurde erGeneralsekretär der Partei, von 2001 bis 2011 war er Parteivorsitzender. Bei der Bundestagswahl 2009 führte er die FDP zum bis dahin besten Ergebnis ihrer Geschichte, was zur Bildung einer schwarz-gelben Koalition unter Angela Merkel führte. In dieser Koalition übernahm Westerwelle das Amt des Außenministers und Vizekanzlers.
Seine Amtszeit war jedoch von Kontroversen und sinkenden Umfragewerten für die FDP geprägt. Bei der Bundestagswahl 2013 scheiterte die FDP an der Fünfprozenthürde und schied aus dem Bundestag aus. Westerwelle übernahm die politische Verantwortung und trat als Parteivorsitzender zurück. Im Jahr 2014 zog er sich aus der aktiven Politik zurück. (Lesen Sie auch: Gustav Schäfer: Vom Schlagzeug zu "Let's Dance")
Die ARD-Dokumentation „Westerwelle“
Die ARD-Dokumentation „Westerwelle“ (Ausstrahlung am Montag, 9. März, um 22.50 Uhr im Ersten, danach in der Mediathek) versucht, ein umfassendes Bild des Politikers zu zeichnen. Wie der General-Anzeiger Bonn berichtet, kommen in dem Film zahlreiche Weggefährten Westerwelles zu Wort, darunter Politiker, Journalisten und Freunde. Die Dokumentation beleuchtet sowohl seine politischen Erfolge als auch seine persönlichen Krisen und Kontroversen.
Ein zentrales Thema des Films ist Westerwelles Homosexualität. Er war einer der ersten prominenten deutschen Politiker, der sich offen zu seiner Homosexualität bekannte. Seine Beziehung mit Michael Mronz war öffentlich, und die beiden gingen eine eingetragene Lebenspartnerschaft ein. Das Mannschaft Magazin schreibt, dass die Doku auch diesen Aspekt seines Lebens beleuchtet.
Reaktionen auf Westerwelles Tod und sein politisches Erbe
Guido Westerwelle starb am 18. März 2016 im Alter von 54 Jahren an den Folgen einer Leukämieerkrankung. Sein Tod löste parteiübergreifend Bestürzung und Trauer aus. Viele würdigten ihn als einen herausragenden Politiker und einen streitbaren Geist. Bundeskanzlerin Angela Merkel würdigte ihn als einen „leidenschaftlichen Europäer“. (Lesen Sie auch: Gregor Gysi hält Wahlkampfrede in Landau: Was…)
Trotz seines frühen Todes bleibt Westerwelle eine prägende Figur der deutschen Politik. Er hat die FDP modernisiert und zu Wahlerfolgen geführt. Seine Amtszeit als Außenminister war von einem klaren Bekenntnis zur transatlantischen Partnerschaft und zur europäischen Integration geprägt. Gleichzeitig setzte er sich für eine stärkere Rolle Deutschlands in der Welt ein.
Zehn Jahre nach seinem Tod wird sein politisches Erbe unterschiedlich bewertet. Während einige seine Verdienste um die FDP und seine außenpolitischen Leistungen hervorheben, kritisieren andere seinen neoliberalen Kurs und seine Rolle in der schwarz-gelben Koalition. Unbestritten ist jedoch, dass Guido Westerwelle die deutsche Politik nachhaltig beeinflusst hat.

Was bleibt von Westerwelles politischem Wirken?
Die Erinnerung an Guido Westerwelle ist vielschichtig. Einerseits bleibt er als der dynamische und rhetorisch brillante FDP-Vorsitzende in Erinnerung, der die Partei zu neuen Höhen führte. Andererseits wird er auch für seine Rolle in der schwarz-gelben Koalition kritisiert, die letztlich zum Scheitern der FDP im Bundestag führte. Sein Engagement für die Bürgerrechte und seine offene Homosexualität machten ihn zu einer Symbolfigur für eine moderne und tolerante Gesellschaft. Sein politisches Erbe wird weiterhin diskutiert und analysiert werden. (Lesen Sie auch: Willi Let's Dance: Ex-Radprofi Willwohl erobert)
Die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, die der FDP nahesteht, hat eine Guido-Westerwelle-Stiftung gegründet, die sich für die Förderung von Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechten einsetzt.
FAQ zu Guido Westerwelle
Häufig gestellte Fragen zu westerwelle
Woran starb Guido Westerwelle?
Guido Westerwelle starb am 18. März 2016 im Alter von 54 Jahren an den Folgen einer akuten myeloischen Leukämie. Die Diagnose erhielt er im Sommer 2014, woraufhin er sich einer Chemotherapie und einer Knochenmarktransplantation unterzog.
Welche politischen Ämter hatte Guido Westerwelle inne?
Guido Westerwelle war von 2001 bis 2011 Bundesvorsitzender der FDP. Von 2009 bis 2013 war er Außenminister und Vizekanzler in der von Angela Merkel geführten Bundesregierung. Zuvor war er von 1994 bis 2001 Generalsekretär der FDP. (Lesen Sie auch: Celta Vigo – Real Madrid: gegen: Kampf…)
Wann wird die Dokumentation über Guido Westerwelle ausgestrahlt?
Die ARD strahlt die 90-minütige Dokumentation „Westerwelle“ am Montag, den 9. März 2026, um 22.50 Uhr im Ersten aus. Im Anschluss an die lineare Ausstrahlung steht der Film auch in der ARD-Mediathek zur Verfügung.
Was waren die Schwerpunkte von Westerwelles Außenpolitik?
Als Außenminister setzte sich Guido Westerwelle für eine enge transatlantische Partnerschaft und die europäische Integration ein. Er befürwortete eine stärkere Rolle Deutschlands in der Welt und engagierte sich für Menschenrechte und Demokratie.
Wie wird Westerwelles politische Karriere heute bewertet?
Die Bewertung von Guido Westerwelles politischer Karriere ist kontrovers. Einige würdigen seine Verdienste um die FDP und seine außenpolitischen Leistungen, während andere seinen neoliberalen Kurs und seine Rolle in der schwarz-gelben Koalition kritisieren. Unbestritten ist sein Einfluss auf die deutsche Politik.






