Der Copernicus Klimabericht zeigt, dass der Februar weltweit zu den fünf wärmsten seit Beginn der Aufzeichnungen zählt. Besonders betroffen waren Teile Westeuropas und Nordafrikas, die unter extremen Regenfällen und Überschwemmungen litten. Diese Ereignisse unterstreichen die Dringlichkeit globaler Massnahmen gegen den Klimawandel.

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International
- Global fünftwärmster Februar seit Beginn der Aufzeichnungen.
- Extreme Regenfälle und Überschwemmungen in Westeuropa und Nordafrika.
- Globale Durchschnittstemperatur lag 1,49 Grad über dem vorindustriellen Niveau.
- Dringender Bedarf für globales Handeln gegen den Klimawandel.
Welche Auswirkungen hat der Copernicus Klimabericht für die Schweiz?
Der Copernicus Klimabericht zeigt, dass auch die Schweiz vom globalen Klimawandel betroffen ist. Obwohl der Februar in Europa insgesamt eher kühl war, verdeutlichen die weltweit hohen Temperaturen und die Extremwetterereignisse in anderen Regionen die Notwendigkeit, auch in der Schweiz Massnahmen zur Anpassung an den Klimawandel zu verstärken und die Klimaziele zu erreichen. Dies betrifft beispielsweise den Umgang mit zunehmenden Hitzewellen und Starkregenereignissen.
Der globale Copernicus Klimabericht für den Februar 2024 zeichnet ein besorgniserregendes Bild. Wie Stern berichtet, war der Monat global der fünftwärmste Februar seit Beginn der Aufzeichnungen. Dies reiht sich ein in eine Serie von Monaten mit teils extremen Wetterereignissen weltweit.
Globale Temperaturrekorde und ihre Ursachen
Der Bericht des EU-Klimawandeldienstes Copernicus zeigt, dass die durchschnittliche globale Lufttemperatur im Februar bei 13,26 Grad Celsius lag. Dies sind 0,53 Grad über dem Durchschnitt des Zeitraums von 1991 bis 2020 und sogar 1,49 Grad über dem vorindustriellen Niveau (1850–1900). Diese hohen Temperaturen sind ein deutliches Zeichen für die fortschreitende Erderwärmung.
Die Ursachen für diese Entwicklung sind vielfältig, aber der Hauptfaktor ist der Anstieg der Treibhausgaskonzentration in der Atmosphäre durch menschliche Aktivitäten. Insbesondere die Verbrennung fossiler Brennstoffe wie Kohle, Öl und Gas trägt massgeblich zur Erwärmung bei. Hinzu kommen natürliche Klimaschwankungen, die die globalen Temperaturen zusätzlich beeinflussen können.
Der Copernicus-Klimawandeldienst ist eine Initiative der Europäischen Union und wird vom Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage (EZMW) betrieben. Er liefert regelmässig Daten und Analysen zum Zustand des Klimas in Europa und weltweit. (Lesen Sie auch: Kalenderblatt 10 März: EZB Senkte Leitzins auf…)
Extreme Regenfälle und Überschwemmungen in Westeuropa
Besonders betroffen von den Auswirkungen des Klimawandels waren im Februar Teile Westeuropas und Nordafrikas. Eine Serie intensiver Stürme und heftiger Regenfälle führte zu schweren Überschwemmungen, insbesondere in Frankreich, Spanien, Portugal und Marokko. Diese Ereignisse forderten Todesopfer und verursachten erhebliche Sachschäden.
Die starken Regenfälle führten dazu, dass Flüsse über die Ufer traten und ganze Landstriche überfluteten. Viele Menschen verloren ihr Zuhause und ihre Lebensgrundlagen. Die Schäden an der Infrastruktur, wie Strassen und Brücken, waren erheblich. Auch andere Weltregionen wurden von Hochwasser heimgesucht, etwa Australien, Mosambik und Botswana.
Die Zunahme von Extremwetterereignissen wie Starkregen und Überschwemmungen wird von Klimaforschern als eine direkte Folge des Klimawandels gesehen. Eine wärmere Atmosphäre kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen, was zu intensiveren Niederschlägen führt. Zudem verändern sich die Wetterlagen, sodass bestimmte Regionen häufiger von extremen Ereignissen betroffen sind.
Die durchschnittliche globale Lufttemperatur im Februar betrug 13,26 Grad Celsius. Dies entspricht einem Anstieg von 0,53 Grad über dem Durchschnitt der Jahre 1991 bis 2020 und einem Anstieg von 1,49 Grad über dem vorindustriellen Niveau (1850–1900).
Kühle Temperaturen in Nordeuropa
Im Gegensatz zu den hohen globalen Temperaturen und den Extremwetterereignissen in Westeuropa war der Februar in Nordeuropa eher kühl. Insbesondere Skandinavien, die baltischen Staaten und der Nordwesten Russlands verzeichneten unterdurchschnittliche Temperaturen. In Europa insgesamt lag die Durchschnittstemperatur über Land im Februar bei minus 0,07 Grad Celsius und damit leicht unter dem Durchschnitt der Jahre 1991 bis 2020.
Der gesamte Winter (Dezember bis Februar) gehörte in Europa zwar zu den zwei kältesten der vergangenen 13 Jahre, war aber dennoch 0,09 Grad wärmer als der Durchschnitt der Jahre 1991 bis 2020. Diese regionalen Unterschiede zeigen die Komplexität des Klimawandels und seine vielfältigen Auswirkungen. (Lesen Sie auch: Justin Bieber Ausraster: Flasche auf Paparazzi im…)
Die unterschiedlichen Temperaturen in Europa verdeutlichen, dass der Klimawandel nicht überall die gleichen Auswirkungen hat. Während einige Regionen unter Hitzewellen und Dürren leiden, sind andere von Starkregen und Überschwemmungen betroffen. Wieder andere erleben kältere Winter als üblich. Diese regionalen Unterschiede müssen bei der Entwicklung von Anpassungsstrategien berücksichtigt werden.
Hohe Meerestemperaturen und wenig Meereis
Die Wassertemperaturen an der Meeresoberfläche blieben weiterhin hoch. Für die Zone zwischen 60 Grad südlicher und 60 Grad nördlicher Breite wurde ein neuer Höchstwert erreicht. Hohe Meerestemperaturen haben vielfältige Auswirkungen auf das Klima und die Ökosysteme. Sie können beispielsweise zu stärkeren Stürmen und zur Korallenbleiche führen.
Auch die Ausdehnung des Meereises in der Arktis und der Antarktis war weiterhin gering. In der Antarktis erreichte die Meereisausdehnung den zweitniedrigsten Wert für einen Februar seit Beginn der Satellitenmessungen. Das Schmelzen von Meereis trägt zum Anstieg des Meeresspiegels bei und hat Auswirkungen auf die Lebensbedingungen von Tieren wie Eisbären und Pinguinen.
Der Schweizer Rundfunk SRF Meteo bietet regelmässig Informationen zur aktuellen Situation und den langfristigen Trends in der Schweiz.
Dringender Handlungsbedarf
„Die extremen Ereignisse im Februar 2024 verdeutlichen die zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels und den dringenden Bedarf für globales Handeln“, erklärte Samantha Burgess vom Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersagen (EZMW), das den Klimawandeldienst betreibt. Es ist entscheidend, dass die internationalen Klimaziele erreicht werden, um die Erderwärmung zu begrenzen und die schlimmsten Folgen des Klimawandels zu verhindern.

Um die Klimaziele zu erreichen, sind umfassende Massnahmen in allen Bereichen erforderlich. Dazu gehören der Ausbau erneuerbarer Energien, die Reduktion des Energieverbrauchs, die Förderung einer nachhaltigen Landwirtschaft und die Entwicklung klimafreundlicher Technologien. Auch die Anpassung an die bereits unvermeidlichen Folgen des Klimawandels ist von grosser Bedeutung. (Lesen Sie auch: Imamoglu Prozess: 2340 Jahre Haft für Erdogan-Rivalen)
Die Schweiz hat sich im Rahmen des Pariser Klimaabkommens verpflichtet, ihre Treibhausgasemissionen deutlich zu reduzieren. Um dieses Ziel zu erreichen, hat der Bundesrat verschiedene Massnahmen beschlossen, darunter die Förderung der Elektromobilität, die Stärkung des öffentlichen Verkehrs und die Unterstützung von energieeffizienten Gebäuden. Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) ist für die Umsetzung der Klimapolitik in der Schweiz zuständig.
Ursprünglich berichtet von: Stern
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Copernicus Klimabericht?
Der Copernicus Klimabericht ist eine monatliche Veröffentlichung des EU-Klimawandeldienstes Copernicus, die Daten und Analysen zum globalen und europäischen Klima liefert. Er basiert auf Messungen von Satelliten, Bodenstationen, Flugzeugen und Schiffen und bietet einen umfassenden Überblick über den Zustand des Klimas.
Welche Rolle spielt der Klimawandel in der Schweiz?
Der Klimawandel führt in der Schweiz zu steigenden Temperaturen, Gletscherschmelze, veränderten Niederschlagsmustern und einer Zunahme von Extremwetterereignissen. Dies hat Auswirkungen auf die Landwirtschaft, den Tourismus, die Energieversorgung und die Gesundheit der Bevölkerung. (Lesen Sie auch: Katzenphobie Anziehung: Warum Lieben Katzen Katzenhasser?)
Was kann die Schweiz gegen den Klimawandel tun?
Die Schweiz kann ihre Treibhausgasemissionen reduzieren, erneuerbare Energien fördern, energieeffiziente Technologien einsetzen und sich an die bereits unvermeidlichen Folgen des Klimawandels anpassen. Auch die internationale Zusammenarbeit ist wichtig, um globale Lösungen zu finden.
Wie beeinflussen hohe Meerestemperaturen das Klima?
Hohe Meerestemperaturen können zu stärkeren Stürmen, zur Korallenbleiche und zu Veränderungen in den Meeresströmungen führen. Sie beeinflussen auch die globale Lufttemperatur und können zu Extremwetterereignissen beitragen.
Was bedeutet der Verlust von Meereis für das Klima?
Der Verlust von Meereis führt zu einem Anstieg des Meeresspiegels, da das Eis, das zuvor auf dem Wasser schwamm, nun schmilzt und ins Meer gelangt. Zudem verringert sich die Fähigkeit der Arktis und der Antarktis, Sonnenlicht zu reflektieren, was zu einer weiteren Erwärmung führt.
Die Erkenntnisse aus dem Copernicus Klimabericht sind auch für die Schweiz von grosser Bedeutung. Sie unterstreichen die Notwendigkeit, die Anstrengungen zur Bekämpfung des Klimawandels zu verstärken und sich auf die bereits unvermeidlichen Folgen vorzubereiten. Nur so kann die Lebensqualität in der Schweiz auch in Zukunft erhalten werden.









