📖 Lesezeit: 5 Minuten | Zuletzt aktualisiert: 25.12.2025
Was passierte beim ICE Unfall Dortmund?
ICE Unfall Dortmund – am Heiligabend 2025 kollidierte ein ICE mit einem Auto auf einem Bahnübergang in Dortmund-Kirchderne. Der 75-jährige Autofahrer hatte vermutlich versucht, die geschlossene Halbschranke zu umfahren. Sein Wagen blieb auf den Gleisen stehen. Der Mann konnte sein Fahrzeug rechtzeitig verlassen, wurde aber dennoch verletzt.
Der Vorfall ereignete sich gegen 18:30 Uhr und sorgte für erhebliche Beeinträchtigungen im Bahnverkehr. Der ICE 615 hatte 218 Passagiere an Bord. Dank des besonnenen Zugpersonals kam es nicht zu Panik unter den Reisenden. Die Bundespolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
ICE Unfall Dortmund Kirchderne: Die Fakten im Überblick
| Detail | Information |
|---|---|
| Datum | 24. Dezember 2025 (Heiligabend) |
| Uhrzeit | ca. 18:30 Uhr |
| Ort | Dortmund-Kirchderne, beschrankter Bahnübergang |
| Zug | ICE 615 |
| Passagiere | 218 Personen |
| Autofahrer | 75 Jahre, leicht verletzt |
| Einsatzkräfte | 35 Feuerwehrleute + Rettungsdienst |
| Verzögerung | ca. 2 Stunden |
Wie kam es zu dem Unfall am Bahnübergang?
Nach Angaben der Bundespolizei versuchte der 75-jährige Autofahrer offenbar, die bereits geschlossene Halbschranke zu umfahren. Sein Fahrzeug blieb anschließend auf den Gleisen stehen. Der herannahende ICE konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und erfasste das Auto im vorderen Seitenbereich.
Der Fahrer schaffte es glücklicherweise, sein Fahrzeug vor dem Aufprall zu verlassen. Dennoch erlitt er Kopf- und Armverletzungen und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Wie genau er sich diese Verletzungen zuzog, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Ein Passagier im ICE musste ebenfalls medizinisch betreut werden.
💡 Wichtiger Hinweis:
👉 Ein Zug bei 100 km/h benötigt einen Bremsweg von 800 bis 1.000 Metern. Ausweichen ist nicht möglich. Deshalb gilt: Niemals geschlossene Schranken umfahren!
Feuerwehr Dortmund: Großeinsatz an Heiligabend
Die Feuerwehr Dortmund wurde von der Leitstelle der Deutschen Bahn alarmiert. Insgesamt waren 35 Einsatzkräfte von vier Feuerwachen im Einsatz: Feuerwache 1 (Mitte), Feuerwache 2 (Eving), Feuerwache 6 (Scharnhorst) und Feuerwache 9 (Mengede). Hinzu kamen Kräfte des Rettungsdienstes.
Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, fanden sie den Autofahrer stehend und ansprechbar neben dem Bahnübergang vor. Das Zugpersonal hatte die Fahrgäste bereits beruhigt, sodass keine Panik entstanden war. Die Einsatzstelle wurde anschließend der Bundespolizei zur weiteren Unfallermittlung übergeben.
Auswirkungen auf den Bahnverkehr
Der ICE 615 konnte trotz der Kollision bis zum Dortmunder Hauptbahnhof weiterfahren. Dort wurden die 218 Passagiere evakuiert. Die Evakuierung war laut Deutscher Bahn gegen 21:25 Uhr abgeschlossen. Die Bahnstrecke zwischen Dortmund und Lünen wurde gesperrt, Züge fuhren nur bis Lünen.
Für Reisende mit dem Deutschlandticket und anderen Fahrkarten entstanden Verzögerungen von rund zwei Stunden. Die Deutsche Bahn richtete einen Ersatzverkehr ein. Das beschädigte Fahrzeug des 75-Jährigen wird derzeit von Experten untersucht.
Bahnübergang Unfälle in Deutschland: Die Statistik
Der Vorfall in Dortmund-Kirchderne reiht sich in eine besorgniserregende Unfallstatistik ein. Laut Deutscher Bahn gab es 2023 insgesamt 154 Unfälle an Bahnübergängen. Die Hauptursache: Fehlverhalten von Autofahrern.
| Statistik | Zahl |
|---|---|
| Bahnübergänge in Deutschland (DB) | 15.820 |
| Davon technisch gesichert | 63,3% |
| Unfälle an Bahnübergängen (2023) | 154 |
| Bremsweg bei 100 km/h | 800–1.000 Meter |
Die Bundespolizei betont: Die meisten Unfälle an Bahnübergängen sind auf Leichtsinn, Unaufmerksamkeit und Unkenntnis der Verkehrsregeln zurückzuführen. Die Kampagne „sicher drüber“ klärt über richtiges Verhalten auf.
So verhalten Sie sich richtig am Bahnübergang
Der Vorfall in Dortmund zeigt, wie gefährlich das Missachten von Schranken sein kann. Diese Regeln können Leben retten:
- Geschwindigkeit vor dem Bahnübergang reduzieren
- Bei geschlossenen Schranken immer anhalten – niemals umfahren
- Auch bei offenen Schranken auf Lichtzeichen achten
- Radio leiser stellen, um akustische Warnsignale zu hören
- Bei Panne auf dem Gleis: Sofort aussteigen und 112 rufen
Wer Schranken missachtet, riskiert nicht nur sein eigenes Leben, sondern auch das der Zugpassagiere. Zudem drohen laut Bußgeldkatalog hohe Strafen: bis zu 700 Euro, zwei Punkte in Flensburg und drei Monate Fahrverbot. Was sich 2026 sonst noch ändert, erfährst du in unserem großen Überblick.
Häufig gestellte Fragen zum ICE Unfall Dortmund
Was ist am Heiligabend 2025 in Dortmund passiert?
Am 24. Dezember 2025 gegen 18:30 Uhr kollidierte ein ICE mit einem Auto auf einem Bahnübergang in Dortmund-Kirchderne. Ein 75-jähriger Autofahrer hatte vermutlich versucht, eine geschlossene Halbschranke zu umfahren. Er wurde leicht verletzt.
Gab es Verletzte bei dem ICE Unfall in Dortmund?
Der 75-jährige Autofahrer erlitt Kopf- und Armverletzungen und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Ein Passagier im ICE musste ebenfalls medizinisch betreut werden. Es gab keine schweren oder tödlichen Verletzungen.
Wie viele Passagiere waren im ICE?
Der ICE 615 hatte zum Zeitpunkt des Unfalls 218 Passagiere an Bord. Dank des besonnenen Zugpersonals kam es nicht zu Panik. Die Evakuierung am Dortmunder Hauptbahnhof war gegen 21:25 Uhr abgeschlossen.
Wie lange war die Bahnstrecke gesperrt?
Die Bahnstrecke zwischen Dortmund und Lünen wurde nach dem Unfall gesperrt. Für Reisende entstanden Verzögerungen von etwa zwei Stunden. Die Deutsche Bahn richtete einen Ersatzverkehr ein.
Wer ermittelt nach dem Unfall?
Die Bundespolizei hat die Ermittlungen zum Unfallhergang übernommen. Geklärt werden soll unter anderem, wie sich der Autofahrer seine Verletzungen zuzog und ob technische Defekte am Fahrzeug vorlagen.
Fazit: ICE Unfall Dortmund endet glimpflich
Der ICE Unfall Dortmund am Heiligabend 2025 hätte weitaus schlimmer enden können. Dass der 75-jährige Autofahrer sein Fahrzeug rechtzeitig verlassen konnte, grenzt an ein Wunder. Der Vorfall unterstreicht einmal mehr die Gefahren, die vom Missachten geschlossener Schranken ausgehen.
Die Bundespolizei ermittelt weiter zur genauen Unfallursache. Für die 218 Passagiere des ICE 615 und ihre Familien war der Heiligabend nach rund zwei Stunden Verzögerung gerettet – wenn auch mit einem gehörigen Schrecken.
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Redaktion Rathausnachrichten | Panorama & Blaulicht
Die Redaktion von Rathausnachrichten informiert über aktuelle Ereignisse aus dem Bereich Blaulicht und Unglücksfälle. Unsere Artikel basieren auf offiziellen Quellen wie Bundespolizei, Feuerwehr und Deutscher Bahn.






