📖 Lesezeit: 7 Minuten | Zuletzt aktualisiert: 4. Januar 2026
VW ID Polo Cockpit: Volkswagens neue Cockpit-Generation im Detail
Das VW ID Polo Cockpit markiert am 4. Januar 2026 den Beginn einer neuen Ära für Volkswagen. Nach der Kritik am Innenraum des ID.3 setzt der Wolfsburger Konzern beim neuen Elektro-Kleinwagen auf eine komplette Neuausrichtung: mehr physische Tasten, größere Displays und ein charmantes Retro-Feature, das an den legendären Golf I erinnert. Wir zeigen Ihnen alle Details zur neuen Cockpit-Architektur.
⚡ VW ID Polo Cockpit – Die wichtigsten Fakten:
• Digital Cockpit: 10,25 Zoll (26 cm) hinter dem Lenkrad
• Infotainment-Touchscreen: 13 Zoll (33 cm) – einer der größten im Segment
• Highlight: Retro-Anzeige im Golf-I-Stil per Knopfdruck
• Comeback: Physische Tasten für Klima und Warnblinker
• Neuerung: ID.Light erstreckt sich bis in die Türen
Was ist neu am VW ID Polo Cockpit?
Das VW ID Polo Cockpit ist die Antwort auf jahrelange Kundenkritik an den bisherigen ID-Modellen. Volkswagen vollzieht eine deutliche Kehrtwende: Statt ausschließlich auf Touch-Bedienung zu setzen, kehren physische Tasten und Drehregler zurück. Kai Grünitz, VW-Markenvorstand für Technische Entwicklung, fasst den neuen Ansatz so zusammen: Das Cockpit biete „klare Linien, hochwertige Materialien und eine intuitive Bedienwelt mit physischen Tasten und neu strukturierten Bildschirmen“.
Die neue Cockpit-Generation wird künftig alle ID-Modelle prägen. Der ID Polo macht den Anfang – weitere Fahrzeuge sollen nach und nach folgen. Auch der bestehende ID.3 wird bei der nächsten Produktpflege ein ähnliches Update erhalten.
Die Displays im VW ID Polo: Größer als beim ID.3
Die Monitorlandschaft des VW ID Polo Cockpit übertrifft sogar die größeren Modelle der ID-Familie. Zwei große Displays auf einer horizontalen Sichtachse dominieren das Armaturenbrett:
| Display | VW ID Polo | VW ID.3 (Vergleich) |
|---|---|---|
| Digital Cockpit | 10,25 Zoll (26 cm) | 5,3 Zoll |
| Infotainment-Touchscreen | 13 Zoll (33 cm) | 12,9 Zoll |
| Auflösung | Hochauflösend | Hochauflösend |
| Erreichbarkeit | Auch für Beifahrer | Fahrerzentriert |
Der zentrale Touchscreen ist nicht nur größer, sondern auch besser positioniert. Er lässt sich bequem vom Beifahrer erreichen – ein Vorteil bei der Navigation während der Fahrt. Die Grafiken sind hochauflösend und präzise, die Menüstrukturen klar gegliedert.
VW ID Polo Cockpit: Echte Tasten statt Touch-Flächen
Die größte Veränderung im VW ID Polo Cockpit betrifft die Bedienung. Volkswagen bringt physische Tasten zurück – eine direkte Reaktion auf die Kritik am ID.3, wo unbeleuchtete Touch-Slider für Temperatur und fehlende Fensterhebertasten für Unmut sorgten.
Die neuen Bedienelemente im Überblick
Unterhalb des Touchscreens: Eine separate Leiste mit echten Tasten für Klimafunktionen und den Warnblinkschalter. Die Tasten sind gerändelt – ein haptisches Element, das sich durch das gesamte Cockpit zieht.
Am Lenkrad: Das komplett neue Multifunktionslenkrad verfügt über klar gegliederte Tastenfelder. Links werden die Assistenzsysteme gesteuert, rechts Infotainment, Sprachsteuerung und Lenkradheizung.
In der Mittelkonsole: Ein Drehregler für die Audiosteuerung, der sowohl vom Fahrer als auch vom Beifahrer gut erreichbar ist. Er regelt Lautstärke und ermöglicht den Wechsel zwischen Titeln oder Radiosendern.
In den Türen: Vier separate Fensterheber-Tasten – im ID.3 mussten noch drei Tasten für vier Fenster reichen. Dazu kommt ein gewohnter Joystick für die Außenspiegelverstellung.
Das Retro-Display: Golf-I-Feeling per Knopfdruck
Das emotionale Highlight im VW ID Polo Cockpit ist das sogenannte Retro-Display. Mit einem Knopfdruck am Lenkrad oder über das Infotainment-System verwandeln sich die digitalen Instrumente in eine Anzeige im Stil des Golf I aus den 1980er Jahren.
Volkswagen nennt dieses Feature intern „Secret Sauce“ – ein unerwartetes Detail, das eine emotionale Verbindung zur Markenhistorie herstellt. Andreas Mindt, VW-Chefdesigner, beschreibt es als „das typische Volkswagen-Augenzwinkern“. Die Retro-Ansicht zeigt:
- Klassischen Tacho im Stil des Golf-I-Facelifts
- Analoge Rundinstrumente
- Die charakteristische Uhr der zweiten Golf-Generation
- Auf dem Touchscreen: Ein simuliertes Kassettendeck mit drehenden Spulenrädern
- Navigationskarte mit sichtbaren „Falt-Eselsohren“
Die Retro-Anzeige ist optional und lässt sich jederzeit ein- oder ausschalten. Sie hat keinen Einfluss auf die Funktionalität – Geschwindigkeit, Reichweite und Assistenzzustände bleiben klar ablesbar. Wer nach einem entspannten Einkaufsbummel am verkaufsoffenen Sonntag nach Hause fährt, kann sich mit diesem Feature eine Portion Nostalgie gönnen.
ID.Light: Die Lichtleiste wächst
Das bekannte ID.Light-Konzept wurde im VW ID Polo Cockpit deutlich weiterentwickelt. Die interaktive Lichtleiste erstreckt sich nicht mehr nur über das Armaturenbrett, sondern reicht erstmals bis in die Vordertüren hinein.
Das ID.Light dient als visuelle Schnittstelle zwischen Fahrzeug und Insassen. Es zeigt Navigationshinweise, Ladezustände und Meldungen der Assistenzsysteme an – alles auf intuitive Weise, ohne dass der Fahrer den Blick von der Straße nehmen muss.
Materialien: Stoff statt Hartplastik
Volkswagen setzt im ID Polo auf die neue Designsprache „Pure Positive“. Das bedeutet: warme, einladende Atmosphäre statt kühler Technik-Optik. Armaturenbrett und Türverkleidungen sind mit stoffbespannten Flächen versehen, die eine weichere Anmutung erzeugen als Hartplastik.
Die verwendeten Materialien sind zu 100 Prozent aus recyceltem Polyethylenterephthalat gefertigt – dem Material, das auch bei PET-Flaschen zum Einsatz kommt. Dachhimmel, Sitzbezüge und Stoffverkleidungen folgen diesem nachhaltigen Ansatz. VW verzichtet bewusst auf Hochglanz-Oberflächen und Klavierlack, die schnell Fingerabdrücke zeigen.
💡 Tipp:
Der VW ID Polo ist ab Ende April 2026 bestellbar. Die Preise starten unter 25.000 Euro. Wer sich für Elektromobilität interessiert, sollte die Entwicklung des neuen Cockpit-Konzepts verfolgen – es wird künftig alle ID-Modelle prägen.
Neue Software: Travel Assist 3.0 und One-Pedal-Driving
Mit dem VW ID Polo Cockpit zieht auch eine neue Software-Generation ein. Die wichtigsten Funktionen im Überblick:
| Funktion | Beschreibung |
|---|---|
| Travel Assist 3.0 | Erkennt erstmals rote Ampeln und Stoppschilder |
| One-Pedal-Driving | Bremsen hauptsächlich über Rekuperation |
| Parkassistenten | Automatisches Quer- und Längsparken |
| Assistierte Spurwechsel | Unterstützung auf Autobahnen |
Kai Grünitz verspricht: „Von ID Polo an wird unsere nächste Software-Generation spürbar mehr Komfort und Funktionen für unsere Kunden liefern.“ Die dritte Generation des Travel Assist geht über die bisherigen Fähigkeiten deutlich hinaus – die Verkehrszeichenerkennung ist ein wichtiger Schritt in Richtung teilautomatisiertes Fahren.
Weitere Ausstattungsdetails
Optional bietet das VW ID Polo Cockpit weitere Komfortfeatures:
- Harman Kardon Soundsystem: Premium-Audio für Musikliebhaber
- Elektrische Sitze mit Massagefunktion: Erstmals in einem Polo verfügbar
- Lenkradheizung: Über die rechte Tastenleiste am Lenkrad aktivierbar
- Smartphone-Ablage: Integriert in der Mittelkonsole
- Cupholter: Praktisch zwischen den Vordersitzen platziert
Mehr Platz durch Elektro-Plattform
Obwohl der ID Polo außen zwei Zentimeter kürzer ist als der Verbrenner-Polo, bietet er innen mehr Raum. Der Radstand wuchs um fünf Zentimeter auf 2,60 Meter. Das Ergebnis: 19 mm mehr Innenraumlänge, besonders im Fond spürbar.
Das Kofferraumvolumen stieg von 351 auf 435 Liter bei aufgestellten Rücksitzen. Bei umgeklappter Rückbank sind es sogar 1.243 Liter (vorher: 1.125 Liter). Für einen Kleinwagen sind das beachtliche Werte.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie groß sind die Displays im VW ID Polo?
Das VW ID Polo Cockpit verfügt über ein 10,25 Zoll großes Digital Cockpit hinter dem Lenkrad und einen 13 Zoll großen Infotainment-Touchscreen in der Mitte. Damit übertrifft der ID Polo die Bildschirmgrößen des größeren ID.3 deutlich.
Was ist das Retro-Display im VW ID Polo?
Per Knopfdruck verwandeln sich die digitalen Instrumente in eine Anzeige im Stil des Golf I aus den 1980er Jahren. Das Feature zeigt klassische Rundinstrumente, die charakteristische Golf-Uhr und auf dem Touchscreen ein simuliertes Kassettendeck mit drehenden Spulen.
Hat der VW ID Polo wieder echte Tasten?
Ja, Volkswagen bringt physische Bedienelemente zurück. Unterhalb des Touchscreens befinden sich echte Tasten für Klimafunktionen und den Warnblinker. Das Lenkrad hat klar strukturierte Tastenfelder statt Touch-Flächen, und in der Mittelkonsole gibt es einen Drehregler für die Audiosteuerung.
Welche Software-Features bietet das VW ID Polo Cockpit?
Der ID Polo führt eine neue Software-Generation ein. Zu den Highlights gehören Travel Assist 3.0 mit Ampel- und Stoppschilderkennung, One-Pedal-Driving für komfortables Fahren im Stadtverkehr sowie moderne Parkassistenten für automatisches Quer- und Längsparken.
Ab wann ist der VW ID Polo bestellbar?
Der VW ID Polo ist ab Ende April 2026 bestellbar. Die Preise sollen unter 25.000 Euro starten. Die Weltpremiere des vollständig enthüllten Fahrzeugs findet im April statt – bisher wurden nur Cockpit-Bilder mit getarntem Exterieur gezeigt.
Fazit: VW ID Polo Cockpit setzt neue Maßstäbe
Das VW ID Polo Cockpit zeigt, dass Volkswagen aus der Kritik an den bisherigen ID-Modellen gelernt hat. Die Kombination aus größeren Displays, physischen Bedienelementen und charmanten Retro-Details schafft einen Innenraum, der sowohl modern als auch vertraut wirkt. Die neue Cockpit-Generation wird künftig alle ID-Modelle prägen und könnte den entscheidenden Impuls für eine breitere Akzeptanz der Elektromobilität im Kompaktsegment geben. Ab April 2026 zeigt sich, ob das neue Konzept auch im Alltag überzeugt.
Über den Autor
Redaktion Rathausnachrichten | Auto & Mobilität
Die Redaktion berichtet über aktuelle Entwicklungen in der Automobilbranche. Dieser Artikel basiert auf offiziellen Pressemitteilungen von Volkswagen und aktuellen Medienberichten zum VW ID Polo.






